Vielen von uns macht es unheimlich Spaß, schlechte Laune verfliegt dabei in Sekundenschnelle und außer unserem Konto tut es niemandem weh: Von was ist wohl die Rede? Richtig, vom Einkaufen - von Profis auch liebevoll Shoppen oder Shopping genannt.

Shopping: Für die einen Qual, für die anderen pure Lust.

Beim Einkaufen könnten Sie stundenlang von einem Laden zum nächsten laufen? Geld spielt für Sie keine Rolle, und wenn Sie ein Teil gefunden haben, das Sie unbedingt haben wollen, dann gönnen Sie es sich auch? Oder gehören Sie vielleicht eher zu denjenigen, die sich mit ihren Entscheidungen Zeit lassen und überlegt handeln, Shoppen vielleicht sogar hassen? Wir haben die skurrilsten Shopping-Typen für Sie aufgelistet. Und bitte nicht wundern: Die ein oder andere Boshaftigkeit ist durchaus gewollt - aber nicht allzu ernst gemeint.

Typ 1: Die Glamour-Tussi: "Shopping brauch' ich wie Luft zum Atmen"

Die Glamour-Tussi liebt Shopping. Für sie ist Einkaufen nahezu gleichbedeutend mit Nahrungsaufnahme, ergo ein von der Natur gegebenes Bedürfnis, das befriedigt werden muss.

Sie legt höchsten Wert auf Stil und Erscheinungsbild. Da sie enorm viel Zeit hat - meistens ist sie von Beruf Ehefrau, Spielerfrau oder Tochter - kann sie sich intensiv um ihr Äußeres kümmern. Accessoires runden ihr Outfit perfekt ab. Kleine, handtaschengerechte Hunde laufen als tierisches Pendant neben ihrem Frauchen oder lassen sich bequem im eigens dafür angefertigten Täschchen vom Luxus-Label von Boutique zu Boutique schaukeln. Mode-Discounter hat sie noch nie betreten - Trends setzt sie bitteschön selbst. Qualität soll und darf natürlich kosten, keine Frage. Typ 3 kann sich nahezu alles leisten. Zum Einkaufen fährt sie schon mal mit dem Taxi, wohin auch mit den vielen Tüten?

Typ 2: Die Trash-Queen: "Masse statt Klasse"

Einkaufen? Für sie gerne und oft. Mode verschlingt grundsätzlich einen Großteil ihres Budgets.

Für sie sind Trends einfach Pflicht. Leggins oder Plateauschuhe finden nicht zuletzt dank ihrer Vorliebe für alles, was in ist, reißenden Absatz. Bei Billigem und Reduziertem greift sie überaus gerne zu - dabei gerät die Trash-Queen regelrecht in einen Kaufrausch. Sie notiert sich den Beginn des Schlussverkaufs bereits Monate im Voraus in ihrem Hello-Kitty-Kalender. Gegebenenfalls reicht sie für den WSV/ SSV auch einige Tage Urlaub ein oder schwänzt die Schule.

Selbst wenn das Konto leidet: Typ 2 will den neuesten Trend mitmachen, koste es was es wolle. Qualität spielt für die Trash-Queen keine allzu große Rolle - geshoppt wird ausschließlich beim Mode-Discounter. Gekauftes "überlebt" in der Regel allerdings nur kurze Zeit.

Typ 3: Die BWL-Studentin: "Ich muss heute schon verkörpern, was ich später sein will"

Sie setzt auf Qualität und Luxus-Marken - egal, was es kostet. Modetechnisch ist Typ 1 immer "up to date": Schuhe, Gürtel und Handtasche sind stets harmonisch aufeinander abgestimmt. Sie überlässt nichts dem Zufall, ist immer top gekleidet.

Frauen vom Typ "BWL-Studentin" achten auf ein gepflegtes Äußeres.

Inspirationen für ihr Outfit holt sie sich aus dem Magazin "Vanity Fair". Status-Symbole sind ihr enorm wichtig, egal ob das Konto prall oder leer ist, bleibt Typ 1 seinem erlesenen, kostspieligen Stil treu. Heimlich belächelt sie gerne mal ihre weniger adrett gekleideten Freundinnen. Sie ist die perfekte Werbefläche für Marken, die für edles Understatement stehen.

Typ 4: Die graue Maus: "Trendy Mode ist grässlich"

"Shoppen" ist für sie immer noch "Einkaufen", Menschenmassen in Geschäften strengen sie an und in Umkleidekabinen bekommt sie grundsätzlich Platzangst (oder täuscht diese vor, um sich nicht im Neonlicht ausziehen zu müssen).

Es gibt Frauen, denen trendige Mode ein Dorn im Auge ist.

Beim "Einkaufen" achtet sie stets auf die Preise und ist mit sich selbst mehr als knausrig. Geld legt sie viel lieber auf das Konto oder investiert ins Eigenheim. Die "graue Maus" hatte schon immer ihren eigenen Stil, und der hat sich über die Jahre kaum verändert. In ihrem Schrank doppeln sich die Oberteile. Manchmal schwelgt Typ 4 aber dann doch in ihrer Fantasie, blättert verstohlen im Versandhaus-Katalog und stellt sich vor, wie sie in einem knallengen Glitzer-Shirt aussehen würde. Grundsätzlich findet sie junge Mode allerdings "schrecklich".

Typ 5: Die Sportliche: "Mascara, was ist das?"

"Bequem" ist ihr oberstes Gebot: auf eine hautenge, knackige Jeans kommen drei Sporthosen.

Die Sportliche kann Lurex-Tops nicht leiden, Baumwoll-Shirts bevölkern ihren Schrank. Ihr Outfit kommt auch abseits vom Fitnesstudio stets vom Sportartikelhersteller. Eng und tailliert ist nichts für Typ 5: Die Sportlerin hat es lieber leger. Fast ihr gesamtes Vermögen türmt sich ihm Flur ihrer Wohnung - in Form einer stattlichen Sammlung Sneakers. Ihr Leben verbringt sie selbstverständlich auf dem Trainingsplatz und nicht in der Shopping-Mall.

Bescheidenheit ist ihre Tugend: Sie prahlt nicht mit einer neuen Klamotte, sondern mit ihren Sit-Ups pro Minute. Auf Grund ihrer teuren Hobbys ist sie meistens knapp bei Kasse - hat sie Geld, spart sie es für den nächsten Skiurlaub: schon löblich, oder?

Typ 6: Die Umwelt-Sympathisantin: Störfaktor BH - "Es lebe der freie Fall"

"Mode-Tussis" kann Typ 6 nur belächeln denn sie hasst Trends: Jeans, T-Shirt, Pulli, was brauchst man schon mehr?

Hochhackige Schuhe verachtet die Umwelt-Sympathisantin - selbstverständlich. Sie sind "der Tod für jede Wirbelsäule". Typ 6 stirbt für Hanfklamotten und Häkelmütze. Sie sieht sich als die wahre Vertreterin der "Alt-68er-Generation". Ihr wahres Modepublikum findet sie auf Festivals. Natur und einen gepflegten Joint und das Leben ist schön. Beim Shoppen steht bei ihr nicht das Geld, sondern die ökologisch- gesellschaftliche Verantwortung im Vordergrund. Der Preis für die Klamotte ist grundsätzlich egal, solange diese nicht von Kindern in Indien hergestellt wurde. Und wenn es gar nicht anders geht, kann man auf Klamotten ja auch mal verzichten.