Die Koffer sind gepackt, alle Lichter aus - der Urlaub kann losgehen. Aber halt, da war doch noch was: Der Stromzähler dreht sich munter weiter. Das unabhängige Verbraucherportal Verivox.de hat Tipps und Tricks gesammelt, wie Verbraucher während des Urlaubs den Stromverbrauch so niedrig wie möglich halten, dabei Geld sparen und die Umwelt entlasten können.

Elektrogeräte im Standby-Modus sind die größten heimlichen Stromfresser. Auch wenn das Gerät eigentlich ausgeschaltet wurde, fließt oft weiter unbemerkt Energie. Das gilt besonders für Unterhaltungselektronik wie Computer, Fernseher und Stereoanlage. Hier hilft nur eins: Stecker raus. Als Alternative bietet sich eine schaltbare Steckdosenleiste an, mit der mehrere Geräte auf einmal von der Stromversorgung getrennt werden können.

Durch konsequentes Abstellen des Standby-Betriebs kann ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt bis zu 115 Euro pro Jahr sparen. Der Urlaub ist ein guter Zeitpunkt, um damit anzufangen.

Energie und Geld sparen können Sie bei Kühlschränken und Gefriertruhen. Wollten Sie die nicht sowieso mal wieder abtauen? Achtung: Kühlschrank während des Urlaubs offen lassen, damit er nicht anfängt zu schimmeln oder unangenehm zu riechen. Generell sollten Kühlgeräte nicht zu kalt eingestellt sein, im Kühlschrank reichen 7 Grad Celsius, im Gefrierschrank -18 Grad.

Wer seinen alten Kühlschrank durch ein hocheffizientes Gerät ersetzt, kann auf die gesamte Laufzeit gerechnet rund 200 Euro an Energiekosten einsparen.

Weiteres Sparpotenzial bietet das Abschalten von Elektroboilern. Kleine Geräte können Sie immer abstellen, bei großen Warmwasserboilern lohnt sich das Abschalten nur, wenn Sie länger als eine Woche außer Haus sind. Diese benötigen zur einmaligen Erwärmung des Wassers wesentlich mehr Energie als später zur Warmhaltung.

Aus Energiespargründen komplett die Sicherung abzustellen, ist nicht immer eine gute Idee – außer, Sie haben auch die Kühltruhe geleert, erwarten keine Faxe oder Nachrichten auf dem Anrufbeantworter, und die Nachbarin kommt garantiert nur bei Tageslicht zum Blumengießen.

„Wer sich vor dem Urlaub den Stromzählerstand aufschreibt, bekommt einen guten Überblick darüber, wie hoch der Stromverbrauch während der Abwesenheit war“, so Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox.de. „Gibt es große Abweichungen, können Sie konkret nach den versteckten Verbrauchsstellen suchen.“

Hat man ein bestimmtes Gerät im Verdacht, lässt sich der Verbrauch mit einem Strommessgerät leicht überprüfen. Diese gibt es schon für 10-15 Euro im Handel.