Der Diesel-Skandal ist noch lange nicht vorbei: Auch im Audi-Modell A6 soll Betrugssoftware verbaut worden sein. Tausende Autos sind allein in Deutschland davon betroffen, die Auslieferung wurde bereits gestoppt.

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Die VW-Tochter Audi gerät im Diesel-Skandal immer weiter in den Mittelpunkt: Spiegel-Informationen zufolge soll auch das weit verbreitete Modell A6 manipuliert worden sein.

Konkret geht es um die aktuelle Baureihe C7 mit der neuen Schadstoffklasse Euro 6, die erst im Sommer abgelöst werden soll.

Rückruf ist sehr wahrscheinlich

Mindestens 30.000 A6 in Deutschland und noch einmal so viele Exportfahrzeuge sind von der Manipulation betroffen. In ihnen soll nicht nur eine bereits bekannte illegale Abschalteinrichtung, sondern auch noch eine weitere Betrugssoftware verbaut worden sein.

Eigentlich ist der in den A6-Modellen verbaute SCR-Katalysator für die Reinigung von Stickoxiden verantwortlich. Er benötigt Harnstoff, um sie in Stickstoff und Wasserdampf umzuwandeln.

Wenn der Harnstoff-Stand allerdings sehr niedrig ist, drosselt Audi die Konzentration oder schaltet die Zufuhr der Flüssigkeit vollkommen ab. Dadurch kommen jede Menge giftige Gase aus dem Auspuff.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) geht dem nach. "Das KBA hat eine amtliche Anhörung wegen des Verdachts einer unzulässigen Abschalteinrichtung bei Audi V6TDI-Fahrzeugen der Modelle A6/A7 eingeleitet", bestätigt ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums am Dienstag.

Die Produktion des Modells und die Auslieferung an Käufer ist bereits von Audi eingestellt worden. Vorstandschef Rupert Stadler sagte am Dienstag in Ingolstadt, sein Unternehmen untersuche systematisch alle Motoren. Ein Rückruf der Fahrzeuge ist sehr wahrscheinlich. (ff)

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