Alexander Gerst reist zur ISS - Der Raketenstart in Bildern

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Am 6. Juni ist Alexander Gerst in eine Sojus-Rakete gestiegen um die Erde zu verlassen. Für ein halbes Jahr fliegt er zur Raumstation ISS. Der Raketenstart in Bildern.

Für ihre Reise ins Weltall steht die Sojus MS-09 Rakete der ISS Expedition 56/57 bereit. Der Start findet am 06. Juni in Kasachstan in der Region Qysylorda statt.
Vor dem Raketen-Start wird Alexander Gerst in seinen Raumanzug geholfen und alle nötigen Vorbereitungen werden getroffen.
Vom Inneren eines Busses aus kommuniziert Alexander Gerst per Zeichensprache mit seinen Fans. Bereits zum zweiten Mal fliegt der deutsche Astronaut ins Weltall.
Die drei Besatzungsmitglieder schreiten zu ihrem Beförderungsmittel, das sie zu ihrem Zuhause für die nächsten sechs Monate bringen soll - der ISS. Mit an Bord sind NASA-Astronautin Serena Aunon-Chancellor, Sergey Prokopyev von Roscosmos und der deutsche Astronaut Alexander Gerst.
Die russische Rakete Sojus MS-09 startet mit ihrer Besatzung an Bord. Ihr Ziel: Die Internationale Raumstation (ISS).
Fotografen und Schaulustige haben sich versammelt um dem Start beizuwohnen.
Die Rakete macht sich auf zu ihrer zweitägigen Reise zur ISS. Bis Dezember werden die Astronauten dort bleiben und an einer Reihe wissenschaftlicher Experimente teilnehmen. Eines davon soll herausfinden, ob künstliche Intelligenz den Astronauten bei ihrem Job behilflich sein kann.
Am 6. Juni hebt Alexander Gerst zum zweiten Mal ab in Richtung ISS. Im Gepäck hat der Astronaut einiges, was mit seiner Arbeit so gar nichts zu tun hat.
Eine Zeitkapsel nimmt Gerst mit - eine Aluminiumkugel mit Botschaften und Wünschen von vielen Menschen aus Deutschland. Für Gerst eine "sehr inspirierende Sache": Jeder, der eine Nachricht verfasst hat, fliegt quasi mit ihm. Nach unzähligen Erdumrundungen soll die Kapsel noch versiegelt dem Haus der Geschichte in Bonn übergeben werden.
Die Maus aus der "Sendung mit der Maus" fliegt schon zum dritten Mal Raumstation sein - "also einmal mehr als ich", sagt Gerst. Begleitet wird sie diesmal vom Elefanten, der braucht aber "noch etwas Fitness-Training, um gut in den Astronautenanzug zu passen".
Auch ein Mainzelmännchen darf "Astro-Alex" begleiten. Für den kleinen Passagier ist es wie für den Elefanten eine Premiere.
Ein Stück Berliner Mauer wird Gerst ebenfalls begleiten. Für Gerst ist die Bedeutung groß: Denn wer von oben aus dem All auf die Erde schaue, der sehe keine Grenzen, keine Mauern (außer die chinesisch). Eine Botschaft, die ihm am Herzen liegt.
Auf seiner ersten ISS-Mission hatte Gerst eine Fahne der Stadt Köln mit dabei, die er später übergab (Bild). Diesmal nimmt "Austro-Alex" das Wappen von Künzelsau mit - seiner Geburtsstadt. Das Wappen ziert das goldene Haupt von Johannes dem Täufer vor blauem Hintergrund.
Auch Aufnäher mit dem Horizons-Logo packt Gerst ein. Damit will er nicht etwa Löcher im Raumanzug stopfen: Sie sollen die Erde umkreisen, um dann bedeutungsschwer nach ihrer Rückkehr an ausgewählte Persönlichkeiten ausgeteilt zu werden.
Eine Flagge der Uni Hamburg schafft es ebenso in die Reisetasche - weil Dr. Gerst 2010 dort promoviert hat. Thema seiner Forschungsarbeit: Eruptionsdynamik des antarktischen Vulkans Mount Erebus.
Dosen mit Käsespätzle, Maultaschen und Zwetschgen-Dessert sind nach Gersts Geschmack kreiert worden. Das Bonus-Essen passt nicht ins Handgepäck und wird daher via Frachter auf den ISS-Koloss gebracht. Vielleicht wird der Commander mit seiner Crew sogar ein bisschen teilen.
Für Wechselwäsche ist gesorgt: Zwei besondere T-Shirts sind mit an Bord, wenn Gerst mit dem Russen Sergej Prokopjew und der US-Astronautin Serena Auñón-Chancellor abhebt: Als Unicef-Botschafter hat "Astro-Alex" ein Shirt des Kinderhilfswerks dabei. Dazu kommt eins der University of Wellington in Neuseeland, wo der 42-Jährige studiert hat.
Der heikelsten Frage weicht Gerst aber aus: Welches Trikot nimmt er mit auf die ISS? Schließlich steigt am 15. Juli das Endspiel der Fußball-WM. An Bord der ISS mit Astronauten aus vielen Nationen hat die Antwort fast diplomatischen Rang. "Wir schauen mal."
Zumindest eine Deutschland-Flagge hat der 42-Jährige aber dabei - und eine Europaflagge.
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