Man steht in der Dusche, dreht das Wasser auf und schon mit den ersten Tropfen bewegt sich der Duschvorhang in Richtung Körper und klebt fest. Aber warum mag er den Körperkontakt so gern? Und was hat das mit Flugzeugen zu tun? Die Alltagsfrage.

Sofort, wenn wir den Wasserhahn aufdrehen, heizt das warme Wasser die Luft auf. Sie steigt auf und erzeugt dabei einen Unterdruck im Innern der Duschkabine. Dieses Phänomen nennt man auch den "Thermischen Effekt".

Entgegen einer weit verbreiteten Meinung ist ein klebender Duschvorhang aber nicht allein ein Problem von Warmduschern. Denn wenn die Tropfen von oben herunterfallen, entsteht eine Reibung mit der Luft. Sie bremst das Wasser ab, wird aber zugleich in Bewegung gesetzt. Ein kleiner Wirbel entsteht. Selbst Hurricanes entstehen übrigens auf genau diese Art und Weise.

Der gleiche Effekt verleiht Flugzeugen Auftrieb

Und was hat all das nun mit dem Fliegen zu tun? Nun, auch hier gilt das gleiche physikalische Gesetz. Die spezielle Form der Tragflächen sorgt für den nötigen Auftrieb des Flugzeuges: Weil die Luft an der Oberseite schneller vorbeiströmt als auf der unteren, entsteht ein Unterdruck, der das Flugzeug nach oben zieht.

Zurück zum Duschvorhang: Hat der sich erst einmal an die Beine angeschmiegt, bleibt er dort auch kleben. Das liegt an den Kapillarkräften des Wassers. Denn Wasser breitet sich stets aus, um eine möglichst große Oberfläche zu benetzen. Durch den Wasserfilm haften Haut und Duschvorhang stabil aneinander.

Tipp: Denn Vorhang am Becken befestigen

Und was kann man dagegen tun? Erst einmal: Je schwerer ein Duschvorhang ist, desto weniger wird er nach Innen gedrückt. Alternativ kann man sich behelfen, indem man zunächst den Duschbeckenrand befeuchtet und den Vorhang dort festheftet. Denn dort wird er sich ebenso hartnäckig festsaugen, wie sonst an den eigenen Beinen.