Mehl ist nicht gleich Mehl, auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht so aussehen mag. Es unterscheidet sich nicht nur in Sorten, sondern auch in Typenzahlen. Aber was bedeuten die Mehltypen überhaupt?

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Mehl ist nicht nur beim Backen unerlässlich. Neben der Herstellung von Kuchen und Brot wird es auch zum Andicken von Saucen oder bei der Nudelherstellung benutzt.

Traditionell verwenden die meisten Weizen- oder Roggenmehl. Sie unterscheiden sich zum einen in der verwendeten Getreidesorte, zum anderen aber auch in den Mehltypen.

Das steckt hinter den verschiedenen Mehltypen

Die Nummer, die hinter einer Mehlsorte steht, gibt an, wie viele Mineralstoffe das Mehl pro 100 Gramm enthält. Weizenmehl 405 enthält also beispielsweise 405 Milligramm Mineralstoffe pro 100 Gramm.

Je höher der Wert, desto mehr Nährstoffe sind im Mehl. Dazu kommt ein höherer Gehalt an pflanzlichem Eiweiß, B-Vitaminen und Ballaststoffen.

Außerdem wichtig: Der Mehltyp ist abhängig davon, wie viel vom Korn gemahlen wurde. Je höher der Wert des Mehltyps, desto gröber wurde es auch gemahlen. So bleiben viele Nährstoffe erhalten und machen das Mehl gesünder.

Sorten mit hoher Typenzahl, dazu zählt zum Beispiel Weizenmehl Type 812 oder 1.050, haben besonders viele der wertvollen Bestandteile. Das erklärt die Verbraucherzentrale Bayern. Die Typen 405 und 550 beinhalten dagegen einen hohen Anteil an Stärke und Klebereiweiß. Das verleiht ihnen gute Backeigenschaften.

Welche Mehltypen eignen sich zum Backen?

Backen mit Weizenmehl

Type 405 wird meist zum Backen von Kuchen oder Teilchen verwendet.

Für Brötchen wird Weizenmehl Type 550 eingesetzt, man kann damit aber auch Plätzchen backen. Lebkuchen und Stollen sind dafür besonders geeignet.

Type 1.050 eignet sich für Mischbrote besonders gut.

Backen mit Roggenmehl

Auch bei Roggen gilt: Je höher die Typenzahl, desto mehr Vitamine, Ballaststoffe und Mineralien sind enthalten.

Roggen hat mehr Ballaststoffe und einen höheren Mineralgehalt als Weizen- und Dinkelmehl. Es kommt vor allem beim Backen von Roggen- und Mischbrot zum Einsatz. Das hellste Roggenmehl hat die Type 815.

Backen mit Dinkelmehl

Dinkel enthält mehr Klebereiweiß und hat einen leicht nussigen Geschmack. Er ist eng mit dem Weizen verwandt, wird aber häufig besser vertragen.

Dinkelmehl eignet sich gut für süße und herzhafte Backwaren. In vielen Rezepten kann Weizen problemlos durch Dinkel ersetzt werden. Das Mehl beginnt mit der Type 630.  © 1&1 Mail & Media / CF

Frisches Brot schmeckt zu jeder Jahreszeit. Im Sommer wird die Backware zum Verdruss der Käufer allerdings innerhalb kürzester Zeit schlecht und verliert den Geschmack. Dagegen können Sie etwas tun.