Warum gibt es braune und weiße Eier? Theorien zu der Frage gibt es viele. Hat es was mit dem Gefieder zu tun? Oder doch mit dem Futter? So viel sei schon mal verraten: Die Antwort liegt nicht auf der Hand.

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Ob gekocht, gebacken oder gebraten – Eier lassen sich auf vielerlei Weise verwenden und kommen in Deutschland daher regelmäßig auf den Teller. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei rund 200 Eiern pro Jahr.

Vielen ist dabei egal, welche Farbe das Ei hat. Etwa 60 Prozent aller Verbraucher greifen aber lieber zu braunen Eiern als zu weißen. Warum? Sie sehen natürlicher aus und suggerieren ökologische Tierhaltung. Außerdem gilt die Schale brauner Eier als robuster. Doch woher kommt die Farbe eigentlich, warum gibt es braune und weiße Eier?

Genetisch vorbestimmt

Braune Hühner legen braune Eier, weiße Hühner weiße Eier – das ist ein Mythos. Denn das kann zwar der Fall sein, am Gefieder aber entscheidet sich nicht, welche Farbe die Eier einer Hühnerrasse haben. Vielmehr ist diese genetisch prädeterminiert und lässt sich an der Ohrscheibe erkennen, die sich hinter den Augen befindet. Die Regel lautet: Weiße Ohrscheiben deuten auf weiße Eier hin, rote Ohrscheiben auf braune. Verantwortlich dafür sind bestimmte Drüsen, die entweder helle oder dunkle Pigmente für die Schalenbildung bereitstellen. So kommt es zur jeweiligen Färbung des Eis.

Keine Regel ohne Ausnahmen

Auch im Hühnerreich gibt es jedoch Ausnahmen: Die sogenannten Araukaner, eine Hühnerrasse, die aus Südamerika stammt, unterscheiden sich nicht nur optisch von anderen Rassen, sondern auch in der Farbe der Eier. Denn diese Hühner legen grüne Eier.

Ohrlappen sucht man bei ihnen vergeblich, sie haben stattdessen eine auffällige Hautfalte an der Stelle. Für den Gaumen macht die Farbe der Eier allerdings keinen Unterschied. Ob braun, weiß oder grün – geschmacklich gleicht ein Ei dem nächsten. Und auch der Nährstoffgehalt ist der gleiche.  © 1&1 Mail & Media / CF