Jeder kennt das Phänomen: Beim Schwimmen und einem ausgiebigen Bad wird die Haut an Fingern und Füßen schrumpelig. Warum ist das so?

Baden, Schwimmen, Putzen oder Spülen: Kommen Hände oder Füße über einen gewissen Zeitraum mit Wasser in Berührung, wird die Haut schrumpelig.

Das Phänomen um die faltige Haut beschäftigt die Wissenschaft schon seit Längerem, ist bislang aber nicht abschließend geklärt. Es kursieren mehrere Theorien.

Erklärungsversuche für Schrumpelfinger

Eine Theorie konstatiert, dass abgestorbene Hautzellen in der obersten Hautschicht das Wasser binden und die Haut dann aufquellt. Da Hornzellen an Händen und Füßen besonders häufig seien, schrumpfe die Haut vor allem in diesen Bereichen sichtbar.

Eine andere Erklärung macht das Protein Keratin verantwortlich. Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass ein komplexes Wechselspiel von Prozessen und Kräften in der äußeren Hautschicht dahintersteckt. Das schreiben die Experten von den Universitäten Tübingen und Erlangen-Nürnberg in der Fachzeitschrift "Physical Review Letters", wie "Welt Online" berichtet.

Kommt die Haut mit Wasser in Kontakt, nimmt das Keratin das Wasser auf und dehnt sich aus.

Eine Arbeitsgruppe an der Universität Newcastle liefert ein anderes Ergebnis: Eine Reaktion des Nervensystems der Auslöser. Demnach verengen sich die Blutgefäße, die Haut wird nach innen gezogen und es entstehen die typischen Rillen.

Das geschehe offenbar aus einem besonderen Grund: Die Forscher vermuten, dass man mit schrumpeligen Fingern in feuchter Umgebung besser greifen und Gegenstände sicherer halten könne.

Das Phänomen bildet sich nach Kontakt mit dem Wasser schnell wieder zurück und ist nicht ungesund. Allerdings trocknet die Haut aus. Deshalb ist es empfehlenswert, sich nach einem ausgiebigen Bad einzucremen.  © 1&1 Mail & Media / CF