Duftend und porentief rein - so wünscht man sich frisch gewaschene Wäsche. Aber was macht Kleidung sauberer: Waschpulver oder Flüssigwaschmittel? Wir klären Sie über die Vor- und Nachteile auf.

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Waschpulver oder Flüssigwaschmittel - an dieser Frage scheiden sich in vielen Haushalten die Geister. Während die einen auf Pulver schwören, nutzen andere ausschließlich die flüssige Variante.

Beide Produkte haben Vor- und Nachteile, je nach Verschmutzung und Art der Textilien. Hinsichtlich der Waschkraft insgesamt überzeugt aber besonders ein Mittel.

Pulver bei hartnäckigen Flecken

Laut "Verbraucherzentrale Hamburg" wäscht Pulver gründlicher als Flüssigwaschmittel. Das gelte vor allem für Vollwaschmittel, wie verschiedene Tests gezeigt hätten.

Der Grund: Flüssige Waschmittel enthalten keine Bleichmittel, weshalb sie schwächer gegen Flecken und Schmutz wirken.

Vor allem bei hartnäckigen Flecken auf weißer Wäsche sind daher Pulverwaschmittel in Kombination mit einer Waschtemperatur von 60 Grad Celsius die bessere Wahl.

Mittlerweile gebe es aber einige Flüssigwaschmittel, die bei 40 und 60 Grad fast genau so gründlich reinigen wie die besten Pulver, ergänzt die Hamburger Verbraucherzentrale.

Aber worin liegen die Stärken von flüssigem Waschmittel?

Das sind die Vorteile von Flüssigwaschmittel

Flüssigwaschmittel punkten vor allem bei der Entfernung von Fettflecken. Sie haben einen höheren Tensidgehalt und wirken besser gegen Fett, etwa auch zur Vorbehandlung von Sonnenmilchflecken und Co.

Ein weiterer Pluspunkt: Sie hinterlassen keine weißen Rückstände auf Textilien. Bei Pulverwaschmittel kann genau das passieren, vor allem bei dunkler Kleidung und Jeans werden die Rückstände sichtbar.

Schuld sind Bleichmittel, Enthärter (sogenannte Zeolithe) und anderer Hilfsmittel, die in der flüssigen Variante nicht enthalten sind.

Pulver vs. flüssig: Nachteil Grauschleier

Doch es gibt auch Nachteile bei Flüssigwaschmitteln: Sie können auf die Dauer einen Grauschleier auf der Wäsche hinterlassen. Wie kommt das?

Da ihnen Hilfsstoffe fehlen, die im Pulver enthalten sind, schwimmt der gelöste Schmutz in der Lauge und kann sich während des Waschgangs wieder auf den Textilien ablagern. Die Folge ist das unschöne Grau auf weißer oder farbiger Kleidung.

Weitere Nachteile: Durch den höheren Tensid-Gehalt sind flüssige Waschmittel eine höhere Belastung für Umwelt und Kläranlagen. Außerdem müssen sie für eine bessere Haltbarkeit Konservierungsmittel enthalten, die ebenfalls die Umwelt belasten und zudem allergische Reaktionen auslösen können.  © 1&1 Mail & Media / CF