Gibt es außer uns Menschen noch anderes Leben im All? Ein britisches Forscherteam will jetzt mit Mikroorganismen in der Erdatmosphäre einen Beweis dafür gefunden haben. Doch die sensationelle Entdeckung wird von der Wissenschaftswelt kritisch bewertet.

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Professor Milton Wainwright von der Universität Sheffield ist sich sicher, außerirdisches Leben gefunden zu haben. Im umstrittenen Wissenschaftsmagazin "Journal of Cosmology" stellt er seine Entdeckung vor, so die Online-Zeitung "Huffington Post".

Der Molekularbiologie und sein Team wollen mit Hilfe eines Forschungsballons in rund 27 Kilometern Höhe Mikroorganismen gefunden haben, die nicht von der Erde gekommen sein sollen. Zum Vergleich: Als Felix Baumgartner aus der Stratosphäre sprang, befand er sich in 38 Kilometern Höhe. "Das hätte nur durch einen enormen Vulkanausbruch geschehen können. Ein solcher fand in der Zeit des Experiments nicht statt", so Wainwright.

Mit Vorsicht zu genießen

Die Entdeckungen des britischen Forschers werden von der Welt der Wissenschaft jedoch misstrauisch beäugt. Das "Journal of Cosmology" wurde in der Vergangenheit für fragwürdige Verschwörungs-Theorien kritisiert. Im März 2011 wurde ein Bericht darin veröffentlich, dass menschliches Leben durch einen Kometen auf die Erde gekommen sein soll. Kritiker der Behauptung wurden vom "Journal of Cosmology" als Drogenabhängige und Scharlatane beleidigt.

Auch wenn die Publikation schon einige unbelegte Verschwörungstheorien verbreitet hat, bleibt Milton Wainwright zuversichtlich, was den Wahrheitsgehalt seiner Entdeckung anbelangt: "Wir sind überzeugt, dass kontinuierlich fremdes Leben aus dem All zur Erde kommt und Leben sich nicht auf unseren Planeten beschränkt. Wir werden die Lehrbücher umschreiben müssen", so der Molekularbiologe zur "Huffington Post".

Das Team um den Forscher will nun den Versuch wiederholen und den ersten Fund weiteren Tests unterziehen. Dann soll sich bestätigen, ob Wainwright mit seiner Behauptung Recht behält.