Von Blutregen bis Wolkenloch: Verrückte Wetterphänomene

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Blutregen, Wolkenloch, Vulkanblitz: Wenn bestimmte Wetter-Bedingungen zusammenkommen, entstehen außergewöhnliche Phänomene.

Starker Südwind kann Sahel-Staub aus Marokko bis nach Mitteleuropa wehen. Regnet es, wird der Sand aus der Luft gewaschen und färbt den Niederschlag gelblich-rot. Im Mittelalter wurde dafür der Begriff "Blutregen" geprägt.
Blutschnee hat eine andere Ursache: Schneealgen färben ihn rot - hier etwa auf einem Gletscher am Errera-Kanal in der Antarktis. Auch die grüne Färbung ist durch Algen verursacht.
Hier hat ein Fotograf ein seltenes Wolkenloch über dem australischen Wonthaggi südöstlich von Melbourne festgehalten. Solche Löcher entstehen, wenn ein Teil der Wolke gefriert.
Die Eiskristalle sind so schwer, dass sie aus der Wolke herausfallen und ein Loch hinterlassen. Auf diesem Bild ist ein solches Wolkenloch über München zu sehen.
Dieser Lichtkranz um die Sonne ist ein Halo. Das Phänomen entsteht, wenn sich das Sonnenlicht in Eiskristallen in der Atmosphäre bricht.
Ein Halo kann sehr komplex sein: Hier sieht man um den inneren Kranz herum einen weiteren, schwächeren Lichtring und außerdem einen weißen Horizontalkreis, der die Sonne kreuzt. Auch über dem zweiten Ring kann man einen Lichtkranz erkennen.
Auf dem Weg zum Fichtelberg in Sachsen erschien dieser Halo. Die beiden hellen Lichtflecken am Ring nennen sich Nebensonnen.
Ein Nebelbogen entsteht ähnlich wie ein Regenbogen durch Sonnenlicht, das auf winzige Wassertropfen scheint. Bei besonders feinen Tröpfchen entsteht ein breiter weißer Bogen wie hier auf Island.
Hier rollt eine massive Sandsturm-Wolke über die Stadt Teseney in Eritrea.
Und so sieht es aus, wenn der Sand eine Stadt einhüllt. Sandstaub ist für Menschen gefährlich. Bei dem hier abgebildeten Sturm in Israel im September 2015 starben zwei Frauen, zahlreiche Menschen kamen mit Atembeschwerden ins Krankenhaus.
Eine Wasserhose ist ein eng begrenzter Wirbelsturm über dem Meer. Der Luftwirbel entsteht aus einer Gewitterwolke heraus und spannt sich bis zur Wasseroberfläche. Dabei wird durch die enormen Windgeschwindigkeiten Wasser aufgewirbelt und teilweise sogar hochgesogen.
Perlmuttwolken treten in der Stratosphäre in Höhen über 20 Kilometer auf. Sie sind nur dort zu sehen, wo die Temperaturen unter –78 Grad Celsius sinken.
In der Stratosphäre gibt es nicht genug Wasserdampf für gewöhnliche Wolken. Die Perlmuttwolken bestehen aus Kristallen von Schwefelsäure oder Salpetersäure.
Bei einem Vulkanausbruch können sich die ausgestoßenen Ascheteilchen durch Reibung elektrostatisch aufladen und zu gewitterähnlichen Phänomenen wie heftigen Blitzentladungen führen.
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