Weil er mit seinem Leben unzufrieden war, entschied sich ein Engländer, sein weiteres Leben in der ländlichen Schweiz zu verbringen. An sich nicht ungewöhnlich. Die Tatsache, dass er dort als Ziege lebt, jedoch schon.

Thomas Twaites Leben lief nicht so, wie er es sich vorstellte. Kein Job, persönliche Probleme, das gesamte Alltagsleben kam ihm unglaublich stressig vor. "Ich hatte die Nase voll von meinem bisherigen Leben und brauchte eine Pause", erklärt der Brite gegenüber der britischen Zeitung "Daily Mail". Also beschloss er etwas zu ändern und zwar auf drastische Art und Weise.

Mit Prothesen, die es ihm erlauben, bequem auf allen Vieren zu laufen und einem künstlich konstruierten Ziegen-Magen ausgestattet, lebt er nun in den der Nähe des Schweizer Dorfs Wolfenschiessen. Die Prothesen stammen aus einer Klinik in Manchester, die sich normalerweise um Personen kümmert, denen Körperteile amputiert werden mussten.

Der Ziegen-Magen erlaubt Twaites sich von Gras zu ernähren, indem er gekautes Gras in eine Öffnung spuckt. Der falsche Magen spaltet das Gras dann auf, worauf es getrunken werden kann "wie einen Milchshake". Entwickelt wurde er von der Universität Abersytwyth. Das Projekt soll zum Erforschen der Psyche von Ziegen beitragen.

Elefant wäre auch eine Möglichkeit gewesen

Der Mann, der als Ziege lebte

Der Londoner verband einen Ausflug für die Seele und Wissenschaft. © YouTube

Die Idee als Tier zu leben, kam Twaites beim Spaziergang mit dem Hund eines Freundes. "Ich bemerkte, dass der Hund wirklich glücklich schien. Ohne Sorgen und Probleme und ich dachte mir, es wäre großartig, für einen Tag er zu sein". Doch Fleisch essen wollte er nicht, also überlegte der Engländer zunächst, als Elefant zu leben.

Doch diese "scheinen dieselben Probleme wie wir zu haben. Sie werden traurig, wütend und können an posttraumatischem Stress leiden. Genau davon wollte ich wegkommen". So entschied er sich als Ziege zu leben.

Am Anfang schienen die Ziegen den 35-Jährigen nicht sonderlich zu mögen. Er befürchtete sogar von ihnen angegriffen zu werden. Später bemerkte er jedoch, dass sie ihn nur "wissen lassen wollten, dass es eine Hierarchie gibt und ich sollte meinen Platz darin lernen".

Der beste Moment in seinem neuen Leben war bisher, als sich eine der Ziegen mit ihm anfreundete.

Mittlerweile hat er ein Buch über sein Leben unter Ziegen geschrieben. Er habe viel gelernt in seiner Zeit als Paarhufer. Auch das Leben als Ziege sei hart gewesen. Dadurch habe erkannt, dass der Kampf um die eigene Existenz einfach zum Leben dazu gehört. (thp)

Ist das ein neuer Effekt aus "Star Wars"? Nein! Denn was hier wie Jabba der Hutte, bekannt aus "Star Wars – Die Rückkehr der Jedi-Ritter", aussieht, ist in Wahrheit natürlich kein intergalaktischer Gangsterboss, sondern ein ganz irdischer Frosch.