Es ist eine Sensation: Als Experten in China einen gestrandeten Pottwal sezieren, stoßen sie bei der Autopsie auf einen toten Fötus im Inneren.

In der vergangenen Woche strandete in den Gewässern vor der Stadt Shenzhen in der chinesischen Provinz Guangdong ein Pottwal. Während der Autopsie bemerkten die Forscher, dass das tote Tier schwanger gewesen ist.

Erste gefundene Pottwal-Plazenta

Der Baby-Pottwal war bereits tot. Es handelte sich dabei um einen männlichen Embryo, der 110,5 Kilogramm wog und bereits zwei Meter lang war. Damit konnte laut Tong Shenhan, Leiter des Instituts für Tiere zu Land und Wasser in Xiamen, erstmals eine Pottwal-Plazenta gefunden und untersucht werden.

Muss man die Geschichte des Lebens nach diesem Fund umschreiben?

Zunächst entnahm ein Team von 20 Spezialisten der "Sun-Yat-sen-Universität" und des "Ocean Park Hong Kong" Haut-, Fett-, Muskel-, Blut- und Milchproben. In den kommenden beiden Tagen sollen die Knochen und die Muskeln entfernt werden.

Bedeutsam für den Schutz von Pottwalen

Die 2,64 Meter große Plazenta musste von 14 Menschen herausgenommen werden. Nach ihrer Säuberung wurde der Fötus entfernt. Forscher aus allen Ländern wurden von der Regierung daraufhin eingeladen, damit sie die Todesursache des Baby-Pottwals untersuchen.

Die Entdeckung der Plazenta ist wahrscheinlich sehr bedeutsam für die Rettung und den Schutz von Pottwalen. Der Fötus wird in der nächsten Zeit ebenfalls seziert werden. Das ist besonders aufwendig und wird voraussichtlich einen Monat in Anspruch nehmen.

(ff)