Fata Morgana: Die trügerischen Luftspiegelungen

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Fata Morganas lockten unglückliche Seemänner in tückische Untiefen und Wüstenforscher in den sicheren Tod. Hier sind acht spannende Fakten über die Luftspiegelungen.

Als Fata Morgana bezeichnet man eine Luftspiegelung. Dabei werden Lichtstrahlen durch unterschiedlich warme Luftschichten gebrochen.
Dabei braucht es eine klare Grenze zwischen kalter und heißer Luft. Das heißt, es muss windstill sein. Die Spiegelung steht üblicherweise Kopf. Mehrfachspiegelungen sind aber auch möglich. Dann können sie richtig herum erscheinen.
Der Name Fata Morgana kommt von dem italienischen "Fee Morgana". Damit ist die böse Morgana aus der Artus Saga gemeint. Morgana war besonders dafür bekannt, dass sie ihre Gestalt verändern konnte. Sie lebte angeblich in einem Schloss unter dem Meer.
Oft tauchte Morgana mitsamt ihrem Schloss über der Wasserfläche auf. So dachten die Segler, sie steuerten auf sicheres Land zu und verunglückten dann.
Forscher glauben, dass die Legende des berüchtigten Geisterschiffs der "Fliegende Holländer" genau von solchen Fata Morganas stammt: Demnäch wären es dann Luftspiegelungen von Schiffen gewesen, die vermeintlich über dem Meer schwebten.
Fata Morganas waren sogar dafür verantwortlich, dass im 19. Jahrhundert zwei arktische Landmassen "entdeckt" wurden, die es gar nicht gab.
"Croker Mountain" und "Crocker Land" hießen die beiden. Forscher versuchten später, die Landmassen wiederzufinden. Sie fanden aber nur Wasser und stellten dann fest, dass es sich um reine Luftspiegelungen gehandelt hatte.
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