Ihre Füße zeigen nach hinten: 15 spannende Fakten über Fledermäuse

Kommentare9

Fledermäuse sind in vielerlei Hinsicht einzigartig: Ihre Füße zeigen nach hinten und manche wohnen in Blütenkelchen. 15 spannende Fakten rund um die kleinen Tierchen.

Fledermäuse sind neben den Flughunden die einzigen Säugetiere, die fliegen können.
Der Aufbau ihrer Flügel ähnelt weniger dem eines Vogels als vielmehr den Armen und Händen eines Menschen. Sie haben einen Oberarm, einen Unterarm und sogar Finger. Zwischen den Fingern und dem Körper bis hin zu ihrem Schwanz ist die Flughaut gespannt.
Die großen Ohren benötigen die Tiere für die sogenannte Echoortung. Mit ihrem Maul und ihrer Nase senden Fledermäuse laute, kurze Töne, die von Objekten in ihrer Reichweite zurückgeworfen werden. Der Mensch kann diese Töne nicht hören.
Wenn die ausgesandten Schallwellen auf einen Körper treffen, verändern sie ihre Frequenz und kehren zum Ohr der Fledermaus zurück. Somit wissen die Tiere, wie groß das Objekt vor ihnen ist und wie weit sie davon noch entfernt sind.
Die Technik des sogenannten Ultraschalls der Fledermaus findet in vielen Bereichen Verwendung. Sie wird dazu benutzt, Materialien wie Metalle oder Kunststoff zu überprüfen und in der Medizin können wir Dank der Fledermaus-Technik in den Menschen hineinsehen.
Wenn die Nächte im Herbst kälter werden und die Insekten langsam verschwinden, machen sich die Fledermäuse bereit für den Winterschlaf. Unmittelbar davor fressen sie sich jede Menge Fettreserven an.
In dieser Zeit drosseln sie ihren Stoffwechsel und senken ihre Körpertemperatur bis auf wenige Grad, um Energie einzusparen.
Fledermäuse sind generell nachtaktiv und hängen sich mit ihren Füßen kopfüber an die Decke. Während des Schlafes hüllen sie sich in ihre Flughaut ein wie in eine Decke, damit sie möglichst wenig Wärme verlieren.
Die Füße von Fledermäusen weisen nach hinten und nicht nach vorne. Dadurch ist das Hängen von der Decke viel leichter. Außerdem besitzen die Sehnen ihrer Füße einen Sperrmechanismus, damit die Beine während des Schlafs nicht umknicken.
Ihre eigenartige Schlafposition ermöglicht es den Tieren, sich bei Gefahr blitzschnell fallen zu lassen und sofort flugbereit zu sein.
Wollfledermäuse haben teilweise einen noch viel ungewöhnlicheren Schlafplatz: Der Kelch einer fleischfressenden Pflanze, der Kannenpflanze. Sie halten sich mit ihrem Daumen am Rand der Pflanze fest und schlafen dort. Die Fledermaus bezahlt allerdings auch für ihr Nachtlager: Ihr Kot ist ein ausgezeichneter Stickstofflieferant und ernährt die Pflanze so gut wie Insekten.
Fledermausjunge müssen erst in eine Art Kindergarten, damit ihre Mütter Zeit zum Jagen haben. In den Kinderstuben bleiben die Kleinen unter Aufsicht weniger Weibchen zurück.
Fledermäuse ernähren sich je nach Art von Insekten, Fischen, Früchten, Nektar oder Blut. Sie können pro Nacht mehr als 1.000 Insekten vertilgen. Dabei benutzen sie ihre Flügel als eine Art Kescher, damit sie ihre Beute nicht mit dem Maul fangen müssen.
Vampirfledermäuse können nur 60 Stunden ohne Nahrung überleben, das ist vor allem für Jungtiere problematisch. Sollte ein Junges ausgehungert von der Jagd zurückkehren, würgen ihm die Erwachsenen einen Teil ihrer Nahrung hoch und geben ihm etwas zu fressen. So erhalten sie ihre Art.
Neue Themen
Top Themen