Von Parasiten bis zum Wohnungsbrand: Gefahren unterm Weihnachtsbaum

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Weihnachten gilt als die besinnlichste Zeit des Jahres. Die Feiertage bergen allerdings einige Risikoquellen. Von Parasiten bis zum Wohnungsbrand: Hier ist besondere Vorsicht geboten.

Bereits der Kauf des Weihnachtsbaumes sollte wohlüberlegt sein. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hat herausgefunden, dass jeder zweite Baum mit Pestiziden behandelt wird. Diese können die Haut reizen. Glyphosat steht sogar im Verdacht, krebserregend zu sein.
Ungespritzte Bäume direkt aus dem Wald haben dagegen bis zu 20.000 Gäste unter der Rinde und hinter den Nadeln. Schädlich sind diese zwar meistens nicht, eklig ist es trotzdem. Deswegen sollte der Christbaum zu Hause in einer Ecke stehen.
Schädlicher sind da schon Zecken. Sie fühlen sich besonders in Nordmann-Tannen wohl und werden bei Zimmertemperatur richtig aktiv. Ein Biss kann schwere Krankheiten übertragen, beispielsweise Borreliose.
Es liegt auf der Hand, dennoch kommt es jedes Jahr zu Bränden: Echte Kerzen im Baum sind ein Hingucker, aber auch sehr gefährlich. Wohnungsbrände nehmen in der Weihnachtszeit extrem zu. Da die Bäume trocken werden und schnell Feuer fangen, kann das komplette Wohnzimmer innerhalb einer Minute lichterloh brennen. Kaufen Sie den Baum erst kurz vor Weihnachten und setzen Sie die Kerzen nicht zu nah an den Stamm.
Elektrische Lichterketten sind zwar eine Alternative, aber nicht ungefährlich. In einem Test des TÜV Rheinland erhitzten sich nämlich einige Exemplare bis auf 250 Grad Celsius. Aus diesem Grund sollte nicht das billigste Produkt gekauft werden. Beachten Sie bitte immer die Sicherheitshinweise, überprüfen Sie jedes Jahr die Kabel.
Auch auf dem Adventskranz brennen meist echte Kerzen. Der Deutsche Feuerwehrverband rät: Benutzen Sie besonders dicke Kerzen und wechseln Sie diese rechtzeitig. Der Kranz sollte auf einer stabilen, feuerfesten Unterlage platziert sein mit Sicherheitsabstand zu jeglichem Dekomaterial stehen. Ausgetrocknete Zweige sollten laufend entfernt oder durch frische ersetzt werden.
Der Baum muss besonders fest im Ständer stehen, damit neugierige Kleinkinder oder auch Haustiere die geschmückte Pracht nicht umwerfen können. Wasser im Christbaumständer schafft dabei zusätzliches Gewicht.
So wunderschön Misteln und Weihnachtssterne auch aussehen: Vergessen Sie nicht, dass diese Pflanzen – wie viele andere Zimmerpflanzen übrigens – giftig sind. Stellen Sie sie daher nicht in der unmittelbaren Nähe von Kindern und Tieren auf und denken Sie daran, sich die Hände zu waschen, nachdem Sie die Pflanze angefasst haben.
Weihnachten ist die Zeit der Leckereien. Doch selbst Schokolade kann zur Gefahr werden! Und zwar für Hunde und Katzen. Die meisten Sorten enthalten Theobromin, das in höherer Konzentration zu einer Vergiftung des Tieres führen kann.
Kleine Deko-Artikel am Baum oder auch Lametta sehen zwar zauberhaft aus, können aber schwerwiegende Schäden anrichten, wenn man sie verschluckt. Sollten in Ihrem Haushalt Tiere oder kleine Kinder leben, verzichten Sie daher bitte auf diese unnötigen Gefahrenquellen.
Nicht nur bei Dingen am Baum, sondern auch unter dem Baum ist Vorsicht geboten. Geschenke für Kinder sollten stets den Sicherheitsrichtlinien der EU entsprechen. Wurden die Produkte geprüft und für unbedenklich erklärt, befindet sich auf der Verpackung neben einem CE-Zeichen und auch das GS-Zeichen.