Martin Luther King: 50. Todestag des Bürgerrechtlers

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Martin Luther King war ein Mann, der sich für die Menschenrechte stark machte und sich für Chancengleichheit einsetzte – und unter anderem deshalb vor 50 Jahren ermordet und zu einer Symbolfigur wurde. Sein Leben und seine besten Zitate in Bildern.

Der Bürgerrechtler wurde als Michael King jun. am 15. Januar 1929 in Atlanta (USA) als Sohn eines Geistlichen und einer Lehrerin geboren. Der Vorname wurde später aus Bewunderung für den Reformator in "Martin Luther" umgewandelt.
"Liebe ist die beständigste Macht der Welt." Am 18. Juni 1953 heirateten King und Coretta Scott Williams. Die Trauung wurde von Kings Vater vorgenommen. Das Ehepaar hatte vier Kinder, die sich ebenfalls für Bürgerrechte engagierten.
King prangerte immer wieder den Hass der Menschen an: "Ich habe zu viel Hass gesehen, als dass ich selber hassen möchte." Stattdessen habe er sich "für die Liebe entschieden", denn "Liebe ist die einzige Kraft, die Feinde in Freunde verwandeln kann".
Seit 1954 war Martin Luther King Pastor im Pfarrbezirk der Dexter Avenue Baptist Church in Montgomery (Alabama). Von dort aus organisierte er den gewaltlosen Kampf für die Bürgerrechte des schwarzen Bevölkerungsteils. Er warb für den Beitritt der Gemeindemitglieder zu Bürgerrechtsorganisationen.
Zu seinen ersten Aktionen gehörte 1955 ein Bus-Boykott für die Gleichbehandlung in Verkehrsmitteln. Während der 381 Tage dauernden Aktion bekam er Morddrohungen, kam in Haft und sogar sein Haus wurde gesprengt - trotzdem hielt er an seinem Protest fest. "Die Menschen in Amerika sind vom Rassismus angesteckt - das ist die Gefahr. Paradoxerweise sind sie aber auch von den demokratischen Idealen angesteckt - das ist die Hoffnung."
Bis heute hallen seine Worte vor dem Lincoln Memorial in den Köpfen der Leute wider: "I have a dream!", rief Martin Luther King 1963 den Menschen in Washington zu und offenbarte seine Vision von der Gleichheit von Schwarz und Weiß.
"Ich habe einen Traum, dass meine vier Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilen wird." Heute ist die Welt seinem Traum ein Stückchen näher gekommen - und dennoch ist es bis zur vollständigen Erfüllung noch ein weiter Weg.
Am 02. Juli 1964 feiert Martin Luther King einen seiner größten Erfolge: Präsident Lyndon B. Johnson unterschreibt das Bürgerrechtsgesetz, das die Rassentrennung aufhebt. "Es mag vielleicht wahr sein, dass das Gesetz keinen Mann dazu bringt, mich zu lieben. Aber es kann ihn davon abhalten, mich zu lynchen. Und das ist meiner Meinung nach sehr wichtig."
Am 10. Dezember 1964 wurde Martin Luther King als bis dahin jüngster Preisträger der Friedensnobelpreis verliehen. "Ich weigere mich zu akzeptieren, dass die Menschheit an die sternenlose Nacht von Rassismus und Krieg gefesselt ist, sodass sie das Morgenlicht des Friedens und der Brüderlichkeit niemals zur Wirklichkeit werden lässt", sagte er bei der Verleihung.
Sein Kampf gegen Rassismus und Ungerechtigkeit sollte immer weitergehen: "Unser Leben endet an dem Tag, an dem wir über Dinge schweigen, die wichtig sind." Und selbst wenn "die Welt morgen in Stücke zerfällt, würde ich immer noch einen Apfelbaum einpflanzen".
Am 3. April 1968 hält Martin Luther King seine letzte öffentliche Rede (Mason Temple in Memphis), in der er ausrief: "I've been to the mountaintop", er habe auf der Spitze des Berges gestanden, von wo aus er das Gelobte Land gesehen habe. Er fürchte daher auch nicht mehr den Verlust des Lebens. Die Formulierung spielt auf eine Stelle in der Bibel an, in der Mose kurz vor seinem Tod das von Gott versprochene Land Kanaan sieht, das zu erreichen ihm selbst jedoch versagt bleibt.
Einen Tag später, am 4. April 1968, wurde Martin Luther King auf dem Balkon des Lorraine Motels von dem mehrfach vorbestraften James Earl Ray erschossen. Seit Oktober 2011 gibt es ein Memorial Martin Luther King auf der National Mall in Washington.
Technisch hat der Mensch in den Augen von Martin Luther King einiges geleistet - und es dennoch nicht geschafft, gleichberechtigt zusammenzuleben. "Wir haben gelernt, die Luft zu durchfliegen wie die Vögel, und das Meer zu durchschwimmen wie die Fische, aber nicht die einfache Kunst, als Brüder zusammen zu leben."
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