Die spektakulärsten Kunstraube der vergangenen Jahrzehnte

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Juwelen, Münzen und Gemälde: In den vergangenen Jahrzehnten wurden immer wieder Meisterwerke aus Museen und Ausstellungen gestohlen. Manche tauchten wieder auf - andere bleiben bis heute verschollen.

Das Grüne Gewölbe in Dresden ist eine der reichsten Schatzkammern Europas. Den Höhepunkt des Rundgangs bildet das Juwelenzimmer. Am 25. November 2019 wurde dort eingebrochen. Unter anderem drei Juwelengarnituren sind seitdem verschollen. Ein wahrlich spektakulärer Raub.
Die riesige Goldmünze "Big Maple Leaf" wiegt 100 Kilogramm, hat einen Wert von 3,75 Millionen Euro und zeigt Königin Elizabeth II. In der Nacht zum 27. März 2017 wurde sie aus dem Berliner Bode-Museum gestohlen. Bis heute ist sie verschwunden.
Ganze 17 Gemälde wurden im Jahr 2015 aus dem Castelvecchio Museum in Verona entwendet. Im Mai 2016 wurden sie an der ukrainischen Grenze sichergestellt. Kurz vor Weihnachten gab der ehemalige Präsident der Ukraine Petro Poroshenko die Kunstwerke schließlich wieder an Italien zurück.
Ein Dieb hat im Mai 2010 ganz alleine fünf Gemälde aus dem Museum der modernen Kunst in Paris gestohlen. Darunter waren Werke von Pablo Picasso und Henri Matisse. Zusammen sind sie 500 Millionen Euro wert. Auf dem Bild ist zu sehen, wie Ermittler die leeren Rahmen der Bilder auf Hinweise untersuchen.
Das wertvolle Gemälde "Mohnblumen" von Vincent van Gogh wurde im August 2010 aus dem Mahmoud-Khalil-Museum in Kairo entwendet. Es ist 50 Millionen Dollar wert. Nur wenige Stunden später wurde erklärt, dass das Bild am Flughafen der Stadt sichergestellt wurde. Ein Irrtum. Es bleibt bis heute verschollen.
Im Februar 2008 wurden aus dem Haus der Sammlung Bührle in Zürich insgesamt vier Gemälde gestohlen. Darunter war auch das Bild "Blühende Kastanienzweige" von Van Gogh (Bild). Zwei der Kunstwerke tauchten wenige Tage später wieder auf. Das letzte wurde 2012 wiedergefunden.
Im Karnevalstrubel fand die Polizei in Rio de Janeiro die Rahmen geraubter Gemälde. Im Jahr 2006 wurden aus dem Museum Chacara do Ceu Gemälde, unter anderem von Picasso und Matisse, und andere Kunstwerke gestohlen.
Das Gemälde "Madonna mit der Spindel" von Leonardo da Vinci hing in der öffentlich zugänglichen Eingangshalle des Schlosses Drumlanrig in Schottland. 2003 überwältigten zwei Männer einen Angestellten und stahlen das Bild. Bei einer Razzia in Glasgow im Jahr 2007 wurde es wiedergefunden.
Im Jahr 2002 wurden aus dem Van Gogh Museum in Amsterdam zwei Bilder des Künstlers gestohlen. Die beiden Gemälde haben einen Wert von etwa 100 Millionen Dollar. 14 Jahre später wurden sie von italienischen Ermittlern bei einer Drogenrazzia entdeckt.
In das Isabella Stewart Gardner Museum in Boston wurde 1990 eingebrochen. Die Diebe entwendeten insgesamt 13 Gemälde, unter anderem von Rembrandt van Rijn. Sie haben einen Wert von insgesamt 500 Millionen Dollar. Leere Rahmen erinnern noch heute an die gestohlenen Kunstwerke.
Im Jahr 1966 wurde das Gemälde von Rembrandt "Jacques III de Gheyn" zum ersten Mal aus der Dulwich Picture Gallery in Großbritannien gestohlen. Und dann noch einmal. Und noch einmal. Und noch einmal. Damit ist es das am häufigsten gestohlene Bild der Welt. Heute hängt es sicher in besagter Galerie.
Vincenzo Peruggia (nicht im Bild) stahl im August 1911 das berühmte Bild der Mona Lisa von Da Vinci aus dem Louvre in Paris.
Zwei Jahre lang blieb das Gemälde verschollen. Schließlich verriet ein Antiquitätenhändler den Dieb und die Mona Lisa kehrte an ihren ursprünglichen Platz zurück. (ff)