Neue Inseln kommen aus dem Nichts

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Die Oberfläche der Erde ist in ständigem Wandel. Während sich Gebirge und Kontinente über sehr lange Zeit verändern, können Inseln quasi über Nacht aus dem Nichts auftauchen.

Die im April 2017 erstmals gesichtete Sandbank in Form eines Halbmondes sei etwa 1,6 Kilometer lang, berichtete das Magazin "National Geographic".
Touristen hätten der Insel den Namen "Shelly Island" gegeben - wegen der hohen Zahl an Muscheln, die auf ihr zu finden sind.
2009 brach vor der Küste von Tonga im Südpazifik ein Unterwasservulkan mit dem interessanten Namen "Hunga Tonga-Hunga Ha'apai" aus.
Der Unterwasservulkan spuckte dabei Asche, Rauch und Dampfwolken in die Luft. Die Eruption sorgte dafür, dass sich der Vulkan mit der Insel Hunga Ha'apai zu einer "neuen", größeren Insel verband.
Die Eruptionen begannen abermals im Dezember 2014 und dauerten bis Januar 2015 an. Der Vulkan drückte Steine, nasse Asche und abgekühlte Magma an die Oberfläche. Der lokale Luftverkehr musste wegen der Eruptionen sogar eingeschränkt werden. Der Vulkan ruht im Moment, die Insel ist vorerst fertig.
Ein schweres Erdbeben in Pakistan hat 2013 eine neue Insel entstehen lassen. Das Eiland ist nach Angaben von Meeresbiologen rund 20 Meter hoch, 90 Meter lang und 37 Meter breit. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Insel durch die Wellenbewegungen wieder zerfallen wird. Es handelt sich wahrscheinlich um einen Schlammvulkan, der entstand, als Methangas während des Bebens Material an die Oberfläche katapultierte. Das Phänomen taucht in dieser Gegend zum dritten Mal auf.
Fast hätte die Kanaren-Insel El Hierro einen neuen Nachbarn bekommen. Im Herbst 2011 brach ein Unterwasservulkan aus. Das Lavagestein hat den Durchbruch an die Oberfläche bisher nicht geschafft. Die Kanarischen Inseln liegen auf einem Hotspot, einem "heißen Fleck" im Erdinneren, an dem sich immer wieder Magma seinen Weg nach oben bahnt. So entstanden schon Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote und die übrigen Inseln des Archipels. Meist dauert dieser Prozess über viele Jahrhunderte.
Auch vor der deutschen Küste entstand eine neue Insel. 25 Kilometer vor der Nordseeküste wächst im Wattenmeer das Eiland Norderoogsand. Es ist ein beliebter Nistplatz seltener Vogelarten geworden.
Ob die Insel weiter wächst oder wieder vom Meer verschlungen wird, ist unsicher. Trotz kilometerlanger Sandstrände ist Schleswig-Holsteins junges Eiland nicht für Touristen gedacht. Norderoogsand liegt mitten im geschützten Bereich des Nationalparks. Menschen ist es verboten, die Insel zu betreten.
Dass es ganz schnell gehen kann, zeigt diese Vulkaninsel: Am 14. November 1963 entdeckte die Besatzung eines Fischkutters 35 Kilometer vor Island einen Glut und Asche speienden Vulkan. Am nächsten Morgen, war eine kleine Insel entstanden - Surtsey.
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