Es hieß lange Zeit, dass Frauen mit dem Beginn der Schwangerschaft zu Müttern, Männer jedoch erst mit der Geburt zu Vätern werden. Es gibt wohl kaum eine soziale Rolle, die sich in den vergangenen Jahrzehnten so stark gewandelt hat wie die der Väter.

Heute erleben werdende Väter die Zeit der Schwangerschaft viel intensiver mit als noch die Generationen zuvor, und auch die spätere Kindererziehung ist nicht mehr allein Sache der Mutter. Werdende Väter empfinden die neun Monate als spannende Zeit, die gleichzeitig anstrengend und wunderschön ist. Genau wie eine Frau, die schwanger ist, haben auch werdende Väter sowohl mit Freude als auch mit Ängsten zu kämpfen. Britische Forscher haben sogar herausgefunden, dass auch Männer an den typischen Schwangerschaftssymptomen wie Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme und Übelkeit leiden können.

Das erste Trimester – Hilfe, ich werde Vater!

Die Nachricht, dass die Frau schwanger ist, löst bei den meisten Männern Glücksgefühle aus, aber häufig ist sie auch mit diversen Ängsten verbunden. Wird alles gut gehen? Ändert sich dadurch unsere Beziehung? Wie schaffen wir das finanziell? All dies sind Gedanken, die auch der werdenden Mutter Sorgen bereiten. Zur psychischen Belastung kommen noch die körperlichen Beschwerden, da sich der weibliche Körper auf die kommende Geburt einstellt. Der Stoffwechsel verändert sich: Schwangere klagen oft über Morgenübelkeit, Haarausfall, gesteigerten Harndrang, empfindliche Brüste oder übermäßige Gewichtszunahme. Dem werdenden Vater fällt es in der Anfangszeit der Schwangerschaft häufig schwer, seiner Partnerin bei zu stehen, da es zumeist noch keinerlei sichtbare Veränderungen gibt. Als Mann können Sie sich in dieser Phase aber am besten darauf einstellen, bald Papa zu werden, indem sie auf Ihre Partnerin eingehen und sich bei ihr erkundigen, wie es ihr geht und was ihr gut tut. Unterstützen Sie Ihre schwangere Partnerin, indem Sie sich mit ihr gemeinsam Nikotin und Alkohol abgewöhnen und gesund ernähren. Da es in den ersten drei Monaten noch zu einer Fehlgeburt kommen kann, warten Paare meist mit der Verkündung der frohen Botschaft bis zum zweiten Trimester.

Das müssen Sie beim Reisen in anderen Umständen beachten.

Das zweite Trimester – die schönste Zeit zu zweit

Das zweite Trimester beginnt mit der 13. Schwangerschaftswoche im 4. Schwangerschaftsmonat. Die Organe des Babys sind fertig ausgebildet und der Babybauch der Schwangeren wächst allmählich. Im zweiten Trimester klingen die Schwangerschaftsbeschwerden der ersten Monate ab. Für viele werdende Väter und besonders Mütter ist das zweite Trimester die schönste Zeit der Schwangerschaft. Diese Phase eignet sich wunderbar für einen letzten Urlaub zu zweit. Viele Männer realisieren dann wirklich: "Ich werde Vater", denn es sind die ersten Bewegungen des Babys zu spüren und die physischen Anzeichen der Schwangerschaft sind nicht mehr zu übersehen. Das Vater-Werden wird greifbarer. Bringen Sie sich mit ein, indem Sie der werdenden Mutter den Bauch massieren, mit dem Baby sprechen oder ihm Musik vorspielen. Langsam wird es auch Zeit, sich über die Namenswahl Gedanken zu machen und mit dem Beschaffen der ersten Babyausstattung zu beginnen. Denn jetzt haben viele Schwangere noch ausreichend Kraft dafür und sind noch sehr beweglich. Das Baby wächst in dieser Zeit auf zirka 26 bis 28 Zentimeter an und wiegt etwa 500 Gramm.

Das dritte Trimester – sie ist wirklich schwanger!

Das letzte Trimester bezeichnet die letzte Phase der Schwangerschaft. Bei der werdenden Mutter setzt spätestens jetzt der Nestbautrieb ein: Sie wird trotz Bewegungsproblemen eifrig dabei sein, das Kinderzimmer und die restliche Wohnung auf das Baby vorzubereiten. Da sie sich in dieser Phase aber dringend schonen muss, ist der werdende Vater gefragt, ihre Pläne umzusetzen. Auch die Teilnahme an Geburtsvorbereitungskursen wird beiden Partnern empfohlen. Werdende Väter erhalten hier wertvolle Tipps, wie sie ihre Partnerin bestmöglich unterstützen, wenn es endlich losgeht. Am besten legen Sie eine Liste mit wichtigen Telefonnummern bereit und fahren schon mal die Strecke zur Klinik ab. Packen Sie zusammen den Klinikkoffer und stellen ihn bereit für den Fall der Fälle.

Wir listen Ihnen auf, welche Symptome auf Nachwuchs hindeuten.

Die Schwangere hat nun Probleme dabei, eine bequeme Schlafposition zu finden. In der 40. Schwangerschaftswochen ist das Baby etwa 51 Zentimeter groß und wiegt ca. 3.400 Gramm. Am besten liegt die werdende Mutter auf der Seite mit einem Stillkissen unter dem angewinkelten Bein. Der große Bauch drückt auch auf die inneren Organe und sorgt für Kurzatmigkeit, vermehrten Harndrang, Verstopfung und Sodbrennen. Helfen Sie Ihrer Liebsten in den letzten Schwangerschaftswochen so gut, wie es geht, denn selbst das Schuhanziehen kann zu einer großen Belastung werden. Kurz vor der Geburt kommen bei werdenden Vätern und Müttern oft Ängste hoch. Reden Sie mit Ihrer Partnerin über das, was in Ihrem Kopf vorgeht. Das kann Druck abbauen, ein Gefühl von Vertrautheit schaffen und Sie können sich beide wieder ganz darauf freuen, bald Eltern zu werden.© 1&1 Mail & Media