• Den Waldschutzbeauftragten von Brandenburg, Reimund Engel, beunruhigt die bereits im März erreichte, hohe Zahl an Waldbränden.
  • Im gleichen Zeitraum des Jahres 2021 seien es vier Brände gewesen, nun 23, so Engel.
  • Optische Sensoren sollen Feuer rechtzeitig erkennen.

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Bereits früh im Jahr ist aufgrund des trockenen Wetters die Waldbrandgefahr in Teilen Deutschlands gestiegen. In einigen Bundesländern schoss die Anzahl der Feuer schon jetzt in die Höhe.

"Was mich beunruhigt, ist die Zahl der Waldbrände in diesem Jahr", sagte der Waldschutzbeauftragte von Brandenburg, Reimund Engel. Von Jahresbeginn bis zum 25. März seien schon 23 solche Feuer in dem Bundesland gemeldet worden. Zum Vergleich: 2021 waren es bis Ende März vier Waldbrände - laut Engel ein Quantensprung.

Trockenes Geäst wirkt wie Zunder

Der Anstieg der Waldbrandgefahr in weiten Teilen des Bundesgebietes zu Jahresbeginn war jedoch nach Ansicht anderer Experten nicht so ungewöhnlich. Es sei durchaus normal, wenn die grüne Vegetation noch nicht durchgetrieben sei, sagte der Vorsitzende des Waldbesitzerverbands Sachsen-Anhalt, Franz Prinz zu Salm-Salm. Wenn es nicht regne, seien trockenes Geäst und abgestorbene Pflanzen "wie Zunder".

Wegen der großen Waldbrandsorgen besonders im Osten Deutschlands wurde in den vergangenen Jahren ein Netzwerk zur automatisierten Früherkennung in mehreren Bundesländern errichtet. "Wir sind sensibler geworden", hieß es vom Landesfeuerwehrverband in Sachsen-Anhalt über den flächendeckenden Ausbau des automatisierten Waldbrandüberwachungssystems "Fire Watch".

Allein Brandenburg hat nun 105 optische Sensoren, die Brände früh erkennen sollen. Mecklenburg-Vorpommern nutzt 22 solche Kameras. Auch Sachsen, Berlin und Sachsen-Anhalt überwachen mit neuer Technik das Waldbrandgeschehen. Zudem gehört Niedersachsen zum Verbundsystem "Fire Watch" mit einer Zentrale in Lüneburg und 17 Sensoren. (mit/dpa)

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