• Nicht nur Menschen, auch Tiere leiden unter der Hitze im Sommer.
  • Auch Waldtieren machen die hohen Temperaturen zu schaffen.
  • Helfen sollte man ihnen dennoch nicht unbedingt.

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Unter Trockenheit und Hitze leiden auch Tiere. "Wir sind mitten im Klimawandel, und die langanhaltend hohen Temperaturen machen Mensch und Tier gleichermaßen zu schaffen", sagt Hester Pommerening vom Deutschen Tierschutzbund. Menschen müssten den Tieren helfen, damit zurechtzukommen, indem sie genug Wasser und Schattenplätze anbieten.

Aus Sicht der Tierrechtsorganisation Peta können Wildtiere oft besser mit Wetterextremen umgehen als Tiere, die auf den Menschen angewiesen sind. "Rehe, Wildschweine und Füchse kennen in der Regel ausreichend Wasserquellen und fahren ihre Aktivität zurück", erläutert Peter Höffken von Peta.

Wildtieren kein Wasser geben

Spaziergänger sollten deshalb nach Angaben der Deutschen Wildtier Stiftung Tieren im Wald kein Wasser geben. "Wildtiere sind seit Jahrhunderten an Extremsituationen gewöhnt und haben Strategien entwickelt, zeitweise auch mit wenig Wasser auszukommen", sagt Jenifer Calvi, Wildtierexpertin der Stiftung. Rehe nähmen etwa Wasser zum großen Teil über pflanzliche Nahrung auf.

Waldbesucher sollten an heißen Tagen generell Rücksicht auf Waldtiere nehmen, denn die befänden sich notgedrungen im "Wassersparmodus". "Jede Flucht kostet sie Energie, die sie nun dringend brauchen", sagt Calvi.

Nach Angaben des Naturschutzbundes (Nabu) ist die Situation für Amphibien, die spät im Mai und Juni gelaicht haben, besonders gefährlich. Darunter fallen etwa Laubfrosch, Gelbbauchunke sowie Kreuz- und Wechselkröte. Deren Kaulquappen vertrocknen mit den Gewässern, wie Nabu-Experte Hubert Laufer erklärt.

Vor allem künstlich angelegte Teiche trocknen derzeit aus. Betroffen davon sind laut Peta etwa Fische, Frösche und Salamander. Zusammen mit den Behörden müsse schnell gehandelt werden, um die Tiere zu retten, etwa durch Umsiedlung oder Auffüllen des Gewässers. Oft müssten Sauerstoffpumpen die Tiere vor dem Ersticken retten.

Wasserschalen für Vögel und Igel

Amseln oder Rabenkrähen sitzen bei Hitze häufig mit weit geöffnetem Schnabel da und atmen schnell ein und aus, ähnlich wie hechelnde Hunde. Dieses sogenannte Kehlsackhecheln dient der Wärmeabgabe.

Genau wie Menschen benötigen Vögel im Sommer mehr Wasser. Deshalb rät Vogelexperte Stefan Bosch vom Nabu, im Garten Vogeltränken aufzustellen, und sei es nur ein großer Blumentopfuntersetzer mit einem Stein als Landeplatz. Bosch fügt hinzu: "Wichtig ist, Vogeltränken regelmäßig mit frischem Wasser zu befüllen und zu säubern." Sonst werden Krankheitserreger weitergetragen.

Wasserschalen helfen auch Igeln. Dem Nabu werden immer häufiger Igel gemeldet, die tagsüber im Garten nach Nahrung suchen, weil sie nachts nicht genug finden. Regenwürmer und Laufkäferlarven - Lieblingsspeisen der gewöhnlich nachtaktiven Tiere - haben sich in tiefere Bodenschichten verzogen.

Vorbei ist auch die Saison der Schnecken, mit denen Igel in der Not vorliebnehmen. Immer mehr Stacheltiere entwickeln eine sogenannte Hungerfalte hinter dem Kopf, die auf Unterernährung hindeutet.

Hundehalter sollten besondere Rücksicht auf ihre Vierbeiner nehmen

Weil Hunde nicht schwitzen können, bedürfen sie besonderer Rücksichtnahme. Für einen Hund kann ein aufgeheiztes Auto zur Todesfalle werden. In kürzester Zeit steigt die Temperatur im Fahrzeug auf bis zu 50 Grad. "Sauerstoffmangel, Übelkeit und Kreislaufprobleme führen im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres", sagt Tierschützerin Pommerening.

Die hohen Temperaturen verschärfen aus Sicht von Tierschützern das Elend von Transporttieren. Schweine und Rinder kämpfen Peta zufolge in überfüllten Fahrzeugen in großer Hitze um ihr Leben. Hierzulande dürfen Transporte bei bis zu 30 Grad maximal 4,5 Stunden dauern. Für Transporte in der EU gilt, dass Rinder erst nach 29 Stunden zum ersten Mal den LKW verlassen müssen. (sbi/dpa)

Zum Greifen nah: Walhai geht auf Tuchfühlung mit Fischer

Eine einmalige Begegnung machte ein Fischer Mitte Juli vor der thailändischen Stadt Prachuap Khiri Khan. Ein neugieriger Walhai näherte sich dem Boot des Mannes. Das riesige Tier ließ sich sogar über den Kopf streicheln