In der Nacht zu Samstag hat es wohl so manchen aus dem Schlaf gerissen. Bei Leipzig bebte die Erde.

In der Region Leipzig/Halle hat in der Nacht zu Samstag die Erde leicht gebebt. Wie das Geoforschungszentrum (Gfz) in Potsdam mitteilte, kam es nachts kurz vor 03.00 Uhr zu dem Beben der Stärke 3 in Schkeuditz zwischen Leipzig und Halle. Das Epizentrum habe nur wenige Meter von der Grenze zu Sachsen-Anhalt entfernt gelegen.

"Wir haben das Beben registriert und lokalisiert", sagte Torsten Dahm vom Geoforschungszentrum. Es sei elf Kilometer unter der Erdoberfläche entstanden. "Das war ein leichtes Beben", sagte Dahm. Es werde meist als kurzer Erdstoß gespürt. "Etwa so, als würde ein schwerer Laster ganz dicht am Haus vorbeifahren", sagte er. Es könnten auch Gläser anfangen zu klirren. Der Polizei in Halle und Leipzig waren am Samstagvormittag keine Schäden oder Unfälle bekannt, die mit dem Beben zusammenhängen.

Derartige Beben im Raum Leipzig sind laut Dahm keine Seltenheit. Zuletzt hatte hier am 16. April 2015 bei einem Beben der Stärke 3,3 die Erde gezittert. Die Ursache: In Nord-Süd-Richtung verläuft die so genannte Regensburg-Leipzig-Störungszone. Das sei ein Gebiet, in dem sich im Erdinneren Spannungen aufbauen könnten. Grund seien geologische Verwerfungen, erläuterte der Experte.  © dpa