In öffentlichen Verkehrsmitteln, Supermärkten und anderen Geschäften besteht Maskenpflicht. Doch wie lange schützen Masken eigentlich? Muss man den Mund-Nasen-Schutz nach jedem Gebrauch waschen? Und in welchen Müll gehört er?

Mehr aktuelle Informationen zum Coronavirus finden Sie hier

Der Mund-Nasen-Schutz ist zu einem Teil unseres Alltags geworden: In Deutschland gilt bundesweit die Maskenpflicht in Handel und Nahverkehr. Dabei kommen häufig einfache Alltagsmasken zum Einsatz.

Nach Angaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bieten diese zwar keine nachgewiesene Schutzwirkung gegen das Coronavirus, dienen aber als Barriere für den Tröpfchenauswurf des Maskenträgers.

Sie können damit Studien zufolge die Gefahr einer Übertragung zumindest ein Stück weit verringern.

Mehr als einmal Tragen ist bei Maske kein Problem

Das Problem: Beim Transport, zum Beispiel in der Hosentasche oder am Arm, bleibt häufig die Hygiene auf der Strecke. Aber wie lange schützt so eine Maske eigentlich?

Dem BfArM zufolge sollte die Maske immer nur ein Mal getragen werden: "Die Masken sollten nach einmaliger Nutzung idealerweise bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden."

Infektiologen zweifeln allerdings an der Praxistauglichkeit dieser Vorgabe. Bernd Salzberger, Infektiologe vom Universitätsklinikum Regensburg zufolge kann man die Maske unter bestimmten Voraussetzungen auch mehrmals tragen - auch wenn man sie zwischendurch nicht reinigt. Die Alltagsmaske könne in einem gewissen Zeitfenster durchaus durchaus beliebig oft getragen werden.

Genauer formuliert es das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege: Spätestens nach einer Tragezeit von drei bis vier Stunden sollte die Maske ausgetauscht werden.

Filterwirkung lässt mit zunehmender Feuchte nach

Wie lange am Stück man einen Mundschutz tragen kann, hängt aber vor allem von der körperlichen Aktivität ab. Absetzen und auswechseln sollte man ihn sofort, wenn er feucht ist.

Die Filterwirkung lässt mit zunehmender Feuchte nach. Das bedeutet: Beim Husten oder Niesen könnten Tröpfchen von der Außenfläche der durchfeuchteten Maske in die Umgebung geschleudert werden - und andere möglicherweise mit dem Erreger anstecken.

Alle Bundesländer haben Regelungen zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes erlassen. Hier einige Tipps für die Anwendung des kleinen Stoffstückes.

In welchen Müll gehört die Maske?

Sollte eine Maske kaputt gehen oer ausleiert sein, gehört sie in den Müll. Allerdings nicht in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Mund-Nasen-Schutz sowie Gummihandschuhe sind keine Verpackungsmaterialien - und gehören deswegen in den Restmüll.

Natürlich nur in haushaltsüblichen Mengen. Darauf weist der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstiffwirtschaft e.V. hin. (ff)

Mit Material der dpa

Verwendete Quelle:

  • Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstiffwirtschaft e.V.: "BDE: Persönliche Schutzausrüstung gehört in den Restmüll"
Bildergalerie starten

Typische Fehler bei der Mülltrennung: Diese Dinge werfen Sie bestimmt in die falsche Tonne

Sind Sie ein Experte für Mülltrennung oder machen Sie auch die klassischen Fehler bei der Zuordnung? Wir verraten Ihnen, welche Dinge häufig in der falschen Tonne landen - und wie Sie es besser machen können.