Mission Orion: Die Europäische Weltraumorganisation ESA und die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA haben ihre Zusammenarbeit bei der ersten bemannten Mondmission seit 1972 angekündigt.
Seit dem Ende des amerikanischen Apollo-Programms 1972 hat keine bemannte Raummission mehr die niedrige Umlaufbahn der Erde verlassen. Zum Vergleich: Die Internationale Raumstation befindet sich immer nur höchstens 407 Kilometer von der Erdoberfläche entfernt.
Die Raummission, die ESA und NASA nun gemeinsam geplant haben, soll bereits 2021 Astronauten in die Umlaufbahn des Mondes und darüber hinaus befördern.

Wie soll das Ganze funktionieren?

Dabei wird das Raumfahrzeug Orion die Erde einmal in einem relativ engen Kreis umrunden. Danach wird der starke Antrieb genutzt, um das Raumfahrzeug in eine höhere Umlaufbahn zu befördern. Zu diesem Zeitpunkt wird Orion die Erde einmal in einer elliptischen Umlaufbahn zwischen 800 und 30.577 Kilometern entfernt umkreisen.
Zuletzt wird das Raumfahrzeug mit der verbleibenden Antriebskraft den Orbit der Erde gänzlich verlassen und den Mond erreichen. Hier tritt es in eine Umlaufbahn ein und fliegt damit sogar ein wenig über den Mond hinaus.
Ist diese Phase erfolgreich abgeschlossen, setzt Orion den Rückflug an. Hierfür braucht sie keinen weiteren Antrieb, da die Schwerkraft der Erde ausreicht. Die Mission soll schneller zur Erde zurückkehren als jedes bemannte Raumfahrzeug zuvor.
An der Mission sollen bis zu vier Astronauten teilnehmen. Sie wird voraussichtlich 2021 vom NASA Kennedy Space Center in Florida aus starten.

Vorbereitungen schon im vollen Gange

Die Zusammenarbeit von NASA und ESA an dieser Mission ist für beide Organisationen wichtig. Sie soll sicherstellen, dass in Zukunft mit gemeinsamen Kräften das Sonnensystem auch über den Mond hinaus erkundet werden kann.

So sagte David Parker, Leiter der Abteilung für bemannte Raumfahrt der ESA: "Wir freuen uns darüber, Teil dieser historischen Mission zu sein und schätzen das Vertrauen der NASA in uns, dass wir bei der menschlichen Erforschung unseres Sonnensystems mitwirken können."

Um die Sicherheit des Raumfahrzeugs Orion zu prüfen, haben ESA und NASA für 2018 einen Testflug angekündigt. Hierbei wird eine unbemannte Raumsonde in die Umlaufbahn des Mondes befördert. Die Raumsonde für den Testflug ist bereits fertiggestellt.

Im Februar dieses Jahres haben die Ingenieure der NASA mit Simulationen für den Start der Orion begonnen. Es wurde getestet, wie die Beschleunigung beim Start die Astronauten beeinflusst und wie gut sie mit den Kontrollmechanismen umgehen können.

Wie die NASA berichtet, hat das Equipment für die unbemannte Raumsonde bislang jeden Test bestanden. Das Startdatum 2018 könne voraussichtlich eingehalten werden.

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