Nürnberg, Frankreich, Peru, USA, Ägypten: Fast jeden Ort der Erde sollen Aliens schon besucht haben. Entweder sollen sie dort sichtbare Spuren hinterlassen oder eine Stippvisite per UFO gemacht haben. Wie stichhaltig sind die Hinweise auf außerirdische Besucher?

Schon seit Jahrtausenden besuchen Außerirdische in unregelmäßigen Abständen die Erde. Im Altertum haben die Aliens den Menschen Wissen vermittelt, das der damaligen Zeit weit voraus war.

Die Erdenbürger waren so beeinflusst vom Besuch aus dem Weltraum, dass sie die Außerirdischen und ihre Raumschiffe immer wieder verewigten – in Reliefs oder auf Münzen.

Auch heute noch besuchen Aliens die Erde, aber das ist ein weltweit gehütetes strenges Geheimnis. Trotzdem werden immer wieder unerklärliche Lichter am Himmel beobachtet und sogar fotografiert – UFOs.

Dass dies alles der Wahrheit entspricht, davon sind Alien-Gläubige und Verschwörungstheoretiker überzeugt. Aber welche Beweise haben sie?

Die Münze mit dem UFO

Ein Münzenfund in Frankreich sorgte kürzlich bei UFO-Enthusiasten für Aufregung. Auf der Rückseite ist ein Raumschiff zu sehen, das am Himmel schwebt. Das merkwürdige Silbergeld stammt aus der Zeit zwischen 1640 und 1680.

Aber das ist längst nicht das einzige Indiz, denn die Außerirdischen besuchten zahlreiche Orte auf der Erde. Ihre Spuren sind fast überall zu finden, meinen Alien-Gläubige – wenn man nur genau hinsieht.

Ungewöhnliche Darstellungen auf Reliefs werfen Fragen auf.

Riesige Scharrbilder und Glühbirnen im alten Ägypten

In der Wüste von Peru etwa sind die gigantischen Nazca-Linien zu finden, hunderte Meter lange Scharrbilder, unter anderem mit Tier- und Menschenfiguren. Damit wollten die Indios vor 2.500 Jahren mit Aliens kommunizieren, womöglich handelte es sich um Landebahnen für die UFOs, meinen Prä-Astronautiker.

Diese gehen davon aus, dass Aliens in der Frühzeit der Menschheitsgeschichte bei vielen Gelegenheiten die Erde besucht haben, um den Menschen ihr überlegenes Wissen zu vermitteln.

Die alten Ägypter hatten deshalb vielleicht sogar schon Strom: Darauf weisen die Reliefs im Tempel von Dendera hin. Darauf sind Abbildungen zu sehen, die an Glühbirnen erinnern. Woher sollten Menschen zur damaligen Zeit Strom kennen, wenn nicht Aliens ihn mitgebracht haben, meinen die Prä-Astronautiker.

Sie haben aber noch mehr "Beweise" für Alien-Besuche auf der Erde gesammelt.

Im Jahr 1900 wurde ein Bronze-Gegenstand mit zahlreichen Zahnrädern aus einem altgriechischen Schiffswrack geborgen. Der sogenannte Mechanismus von Antikythera stammt aus der Zeit um 70 vor Christus und dient dazu, Sternbilder zu berechnen.

Er ist so komplex aufgebaut, dass die Prä-Astronautiker sicher sind: Das Wissen, wie man ihn baut, haben Außerirdische den alten Griechen aus einer anderen Welt mitgebracht.

Das Tal "Mawrth Vallis" bot lebensfreundliche Bedingungen.

Auch die kolumbianischen Goldflieger sehen die Ufologen als Beweis für lang zurückliegende Besuche von Aliens auf der Erde. Dabei handelt es sich um wenige Zentimeter große Schmuckstücke aus der Zeit zwischen 100 bis 1000 nach Christus. Das Besondere: Sie ähneln Flugzeugen. Wurden sie also nach realen Vorbildern gebaut?

Was die Wissenschaft zu den Alien-"Beweisen" sagt

Wissenschaftler beurteilen die merkwürdigen Funde naturgemäß ganz anders – und meinen, dass sich die meisten ganz einfach erklären lassen. Die gigantischen Scharrbilder waren demnach Prozessionswege, um zu einer nahegelegenen Kultstätte zu gelangen.

Die vermeintlichen Glühbirnen im alten Ägypten gehören zu einem Schaubild, das die Himmelsbarke des Sonnengottes Re darstellt. Ein Gott windet sich in Gestalt einer Schlange aus dem Mutterleib der Himmelsgöttin.

Der komplexe Mechanismus von Antikythera zeigt laut Historikern, dass das Wissen der damaligen Menschen heute unterschätzt wird. Und die Goldflieger sind für die Forscher keine Flugzeuge, sondern Nachbildungen flugfähiger Fische.

Das UFO auf der französischen Silbermünze ist vielleicht in Wahrheit gar kein Raumschiff, sondern ein Giftpilz: In den 1680er-Jahren erschütterte ein Skandal die französische Gesellschaft: 2.500 Babyleichen wurden auf dem Grundstück einer Giftmischerin ausgegraben, weitere vermeintliche Mörderinnen wurden hingerichtet.

Eine weitere französische Münze aus dem Jahr 1648 zeigt für Ufologen ebenfalls ein Raumschiff am Himmel, darunter aber viele Speerspitzen. Heißt das, dass Frankreich von Aliens attackiert wurde? Historiker liefern eine andere Erklärung: Die Goldmünze wurde am Ende des 30-jährigen Kriegs geprägt. Zu sehen ist kein UFO, sondern ein Schild, das Angriffe symbolisch abwehrt.

Unerklärliche Lichter am Himmel und UFO-Sichtungen

Doch die Alien-Gläubigen lassen sich von wissenschaftlichen Erläuterungen nicht von ihrer Überzeugung abbringen. Denn tatsächlich wurde nicht für jedes Phänomen eine Erklärung gefunden – gerade, wenn es um vermeintliche UFO-Sichtungen am Himmel geht.

Das Gefängnis galt aus ausbruchsicher. Doch was geschah am 11. Juni 1962?

Die sind seit Tausenden von Jahren überliefert. Schon aus der Zeit des ägyptischen Pharaos Thutmosis III. (1486 bis 1425 vor Christus) heißt es, dass tagelang Kreise aus Feuer am Himmel zu sehen waren.

Um 190 vor Christus wurden im alten Rom "runde Schilde" am Firmament gesehen. Ein Flugblatt in Nürnberg von 1561 beschreibt Kugeln und Scheiben, die von vielen Menschen am Himmel beobachtet worden seien.

Ein Basler Flugblatt berichtete 1566 von ähnlichen Phänomenen: Schwarze Kugeln stießen gegeneinander und verglühten.

Im 20. Jahrhundert wurden immer wieder UFO-Beobachtungen gemeldet, oft in ganzen Wellen. Das ging so weit, dass das US-Militär die Sichtungen bis 1969 unter dem Namen "Project Blue Book" offiziell untersuchte, allerdings immer mit dem Ergebnis, dass es keine Raumschiffe gewesen seien.

Auch andere Staaten wie Großbritannien und Frankreich betrieben solche UFO-Forschungen.

Der UFO-Absturz von Roswell

Der wohl bekannteste angebliche UFO-Zwischenfall passierte 1947 im US-Bundesstaat New Mexico: In Zeitungsartikeln war im Juli 1947 von einer fliegenden Untertasse die Rede, die in der Nähe der Kleinstadt Roswell abgestürzt und vom Militär entdeckt worden war. Das Militär selbst meldete jedoch den Absturz eines Wetterballons.

Erst in den 1980er-Jahren entwickelte sich eine gigantische Verschwörungstheorie, nachdem Charles Berlitz und William L. Moore in einem Buch behaupteten, dass die US-Regierung ein Raumschiff mit den Leichen außerirdischer Lebewesen gefunden habe.

Daraufhin entwickelten andere Alien-Begeisterte ihre eigenen Versionen des vermeintlichen Zwischenfalls: Das Raumschiff und seine Insassen wurden demnach lebend geborgen und versteckt. Je nach Quelle experimentierten die Forscher mit den Aliens, hielten sie unter der Erde gefangen – oder beschäftigten sie als Mitarbeiter.

Das alles natürlich unter allerhöchster Geheimhaltungsstufe. Bis heute gibt es keine Beweise für das Ereignis, aber die Gerüchte halten sich hartnäckig.

Aber auch in anderen Teilen der Welt wurden immer wieder seltsame Lichter oder Phänomene am Himmel entdeckt und sogar fotografiert: Im September 1976 flog über der iranischen Hauptstadt Teheran ein schnelles Objekt. Zwei Kampfflugzeuge verfolgten es, aber ihre Bordsysteme fielen aus.

Im englischen Suffolk erklärten im Dezember 1980 mehrere Militärangehörige, sie hätten nicht nur UFOs am Himmel gesehen, sondern eines sei auch gelandet und sie hätten es sogar berührt. Am angeblichen Landeplatz wurde später eine erhöhte Radioaktiviät gemessen, es waren auch Abdrücke zu sehen.

In Belgien kam es Ende März 1990 zu einer wahren UFO-Welle: Mehrere tausend Menschen sahen seltsame Objekte am Himmel, die sich schnell bewegten. Kampfjets konnten sie nicht abfangen, sie waren zu flott unterwegs.

In der US-Stadt Phoenix sahen im März 1997 ebenfalls Tausende Menschen ein v-förmiges Objekt am Himmel, das über die Stadt flog. Unter den Zeugen war auch der damalige Gouverneur. Für alle diese Phänomene gab es zwar Erklärungsversuche – tatsächlich aufgeklärt und wissenschaftlich erläutert wurde aber keiner der Fälle.