Augustnächte können für Sternengucker ergiebig sein: Noch vor einem Sternschnuppenschauer Mitte August gibt es am Montagabend eine partielle Mondfinsternis. Das Wetter soll gut sein.

Der August ist in diesem Jahr ein recht ergiebiger Monat für Himmelsgucker in Deutschland. Am Montagabend ist eine partielle Mondfinsternis zu sehen. Später im Monat folgt noch das Maximum des Sternschnuppenstromes der Perseiden.

Für manche Hobby-Astronomen sind die Ereignisse vielleicht ein Trostpflaster angesichts der totalen Sonnenfinsternis über den USA am 21. August, die lediglich in Teilen Nordwesteuropas zu sehen sein wird.

Um 21.19 Uhr ist die Mondfinsternis wieder vorbei

Wer in Deutschland am Montag den teilweise verdunkelten Mond sehen will, sollte bei Mondaufgang gegen 20.50 Uhr zum Himmel schauen, sagte Alexander Weis von der Vereinigung der Sternfreunde in Heppenheim.

"Wer weiter im Osten wohnt, ist leicht im Vorteil." Denn während der Mond in Berlin bereits um 20.37 Uhr aufgehe, habe der Erdtrabant in Köln erst um 20.58 Uhr seinen Auftritt.

Bei einer partiellen Mondfinsternis stehen Sonne, Erde und Mond in etwa in einer Reihe. Hierzulande ist diesmal nur der zweite Teil der "Mofi" zu sehen, falls denn das Wetter in Deutschland mitspielt.

Denn der Aufgang des Mondes erfolgt erst nach Mitte der Finsternis. Um 21.19 Uhr endet der sichtbare Teil der Mondfinsternis mit Austritt des Mondes aus dem Kernschatten der Erde.

Danach befindet sich der Mond noch eine Zeit in deren Halbschatten, was kaum erkennbar ist. Er ist dann auf einer Seite nur etwas weniger hell.

Auf die Mondfinsternis folgen die Perseiden

Das Maximum der Perseiden erwarten die Sternfreunde in der Nacht vom 12. auf den 13. August (Samstag auf Sonntag).

Doch das Licht des noch relativ vollen Mondes werde viele der Sternschnuppen überstrahlen.

Voraussetzung für eine günstige Sicht ist natürlich ein klarer Himmel oder eine nur dünne, aufgelockerte Wolkendecke.

"Die Chancen sind eigentlich ganz gut", sagte Adrian Leyser, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach mit Blick auf Montagabend. "Es ist ganz überwiegend nur eine lockere und geringe Bewölkung zu erwarten."

Lediglich im äußersten Südosten Deutschlands, am Alpenrand und südlich der Donau müsse mit einer dichten Wolkendecke und teilweise auch mit Regen gerechnet werden.  © dpa

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