In wenigen Tagen erreicht der Strom der Perseiden seinen Höhepunkt - bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde fliegen dann über den Himmel. Dass sie in diesem Jahr gut zu sehen sein werden, liegt auch am Mond.

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Der August ist der Monat der Sternschnuppen: Denn der Meteorstrom der Perseiden gilt als der ergiebigste des ganzen Jahres. In diesem Jahr sind die Sternschnuppen nach Einschätzung von Fachleuten gut zu sehen.

Bereits seit dem 17. Juli fliegt der Strom der Perseiden auf die Erde zu. Seinen Höhepunkt erreicht der Sternschnuppenstrom in der Nacht vom 12. auf den 13. August - also von Sonntag auf Montag. Aber auch in der für Arbeitnehmer günstigeren Nacht von Samstag auf Sonntag können die Sternschnuppen schon gut gesehen werden, weil Neumond ist und daher kein Mondlicht die Sicht stört.

Fachleute rechnen am Wochenende mit bis zu hundert Meteoren pro Stunde, wie der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde, Sven Melchert, im südhessischen Heppenheim sagt. Darunter seien einige besonders helle Leuchtspuren, die für einige Sekunden zu sehen seien.

Die besten Chancen, Sternschnuppen zu beobachten, gibt es in den späten Abendstunden und frühen Morgenstunden. Außerdem empfiehlt es sich, einen möglichst dunklen Ort außerhalb der Stadt und fern von starken Lichtquellen aufzusuchen. Der Sternschnuppenstrom hält bis zum 24. August an, wird nach dem Höhepunkt am Wochenende aber deutlich schwächer.

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Verglühen bei 3000 Grad

Ihren Namen haben die Perseiden, weil sie scheinbar dem Sternbild Perseus entspringen. Einen solchen Ausgangspunkt habe jeder Sternschnuppenstrom, sagt Melchert. Sternschnuppen entstehen, wenn die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne durch Wolken kleiner Trümmer fliegt, die Kometen auf ihrer Bahn hinterlassen. Fliegt die Erde durch diese Staubspur, gelangen stecknadelkopfkleine Kometenpartikel in die Atmosphäre, verglühen und erzeugen Sternschnuppen.

Der verursachende Komet der Perseiden heißt 109P/Swift-Tuttle. Er ist 1862 entdeckt worden und braucht für seine Umlaufbahn um die Erde rund 133 Jahre. Sein Kometenstaub dringt mit mehr als 200.000 Kilometern pro Stunde in die Lufthülle der Erde ein. Dabei presst der Partikelsturm die Luft so stark zusammen, dass sie sich auf mehr als 3000 Grad erhitzt - und glüht. Mit ihrer Geschwindigkeit gehören die Perseiden zu den schnellsten Sternschnuppen.

Im Volksmund heißen die August-Meteore übrigens Laurentius-Tränen. Der Name erinnert an den Heiligen Laurentius, der am 10. August 258 unter der Herrschaft des römischen Kaisers Valerian den Märtyrertod starb. Seither, so erzählt die Legende, soll es an diesem Tag stets feurige Tränen vom Himmel geregnet haben.  © SPIEGEL ONLINE

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