Er war milliardenschwer, liebte die Frauen und revolutionierte die Luftfahrt. Eines seiner Meisterwerke ist das Flugboot "Hughes H-4 Hercules". Vor 70 Jahren stellte Hughes in seiner "H-1" einen Geschwindigkeitsrekord von Los Angeles nach New York auf - mit einem Geschwindigkeitsdurchschnitt von 518 km/h.Wir stellen die spannendsten Fakten aus dem Leben von Howard Hughes vor.

"Ich bin kein paranoider und gestörter Millionär. Verdammt nochmal, ich bin ein Milliardär!" Zitate wie dieses lassen erahnen, dass Howard Hughes ohne Zweifel ein sehr besonderer Mann war - vielleicht einer der bemerkenswertesten des 20. Jahrhunderts.

Bereits mit 18 Jahren erbte er die "Hughes Tool Company" von seinem Vater und war somit früh finanziell unabhängig. Nur drei Jahre später lockte Hollywood den jungen Geschäftsmann.

DiCaprio spielt Hughes in "Aviator"

Als Produzent und Regisseur war er unter anderem für "The Racket" (1928) oder "Scarface" (1932) verantwortlich. Mit "Höllenflieger" (1930) und "The Front Page" (1931) konnte er sogar Oscar-Nominierungen verzeichnen.

Er machte nicht nur eigene Filme, es erschienen bisher auch drei Produktionen über Hughes. "Die Unersättlichen" und "Howard Hughes – Eine Legende" dürften wohl nur Experten ein Begriff sein. Mit Martin Scorseses "Aviator" (Fünf Oscars und Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle) schaffte es Hughes' Leben 2004 aber nochmal ganz nach oben auf die Hollywood-Bühne.

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The World's Greatest Womanizer

Wie sich das für einen Filmstar gehört, hatte Hughes auch allerhand Frauengeschichten. Offiziell war Howard Hughes zweimal verheiratet. Über eine dritte, geheime Ehe mit Hollywood-Sternchen Terry Moore wird bis heute spekuliert.

Zu seinen zahlreichen Geliebten sollen darüber hinaus Ginger Rogers, Ava Gardner sowie Katherine Hepburn gehört haben. Sein Spitzname, "The World's Greatest Womanizer", kam in jedem Fall nicht von ungefähr.

Hughes und die Luftfahrt - Rekorde über Rekorde

Howard Hughes' größte Leidenschaft war die Luftfahrt. 1936 gründete er seine eigene Firma "Hughes Aircraft" und nur zwei Jahre später wurde er Mehrheitsaktionär bei der Fluglinie "Trans World Airlines" (TWA). Damit war die Grundlage für sein Milliarden-Imperium gelegt.

Schon früh entwarf, baute und flog Hughes seine eigenen Flugzeuge. Mit diesen stellte er in den 30er-Jahren zahlreiche Rekorde auf - unter anderem sorgte er 1938 für die bis dahin schnellste Weltumrundung aller Zeiten - in 91 Stunden.

Die Hughes H-4 Hercules - Howards Meisterwerk

Hughes' wohl bekanntestes Projekt war der Bau der H-4 Hercules, Spitzname "Spruce Goose" (dt.: "Fichtengans"). Das hölzerne Wasserflugzeug war darauf ausgelegt, 750 Passagiere zu transportieren und hatte eine Spannweite von mehr als 97 Metern - bis heute ist dieser Wert unerreicht.

Für den Zweiten Weltkrieg wurde das Transportschiff nicht rechtzeitig fertig. Deshalb hob der Koloss erst am 2. November 1947 in Long Beach zum ersten und einzigen Mal ab. Die Hercules überbrückte nur eine Meile und der Flug dauerte keine Minute - Pilot war natürlich Howard Hughes.

Rückzug aus der Öffentlichkeit

Der Lebemann Hughes zog sich ab den 1950er-Jahren immer mehr aus der Öffentlichkeit zurück, lebte von 1966 bis 1970 in Hotelräumen von Las Vegas, welche er in diesem Zeitraum angeblich nie verlassen hat. In der Spielestadt kaufte der Geschäftsmann insgesamt sieben Kasinos auf.

Wilde Spekulationen rankten sich seitdem um den geistigen und gesundheitlichen Zustand von Howard Hughes. Unter anderem wurde über Drogensucht sowie eine paranoide Angst vor Bakterien gemutmaßt. Hughes starb am 5. April 1976 an Nierenversagen - in einem Flugzeug über Texas.

Howard Hughes ist Iron Man

Schon zu seinen Lebzeiten war Hughes als Person für viele seiner Zeitgenossen so inspirierend, dass Comic-Legende Stan Lee einen der heute berühmtesten Marvel-Superhelden auf seiner Person entwickelte: Iron Man.

Stan Lee spricht im Anhang des Spiderman Comics "Fury oft he Forgotten Foe!" über den Ursprung von Iron Man. Hier beschreibt er Hughes als einen "der buntesten Menschen seiner Zeit. Er war ein Erfinder, ein Abenteurer, ein Milliardär, ein Womanizer und schließlich, ein Wahnsinniger." Im Interview zum ersten Iron Man Film meint er dazu noch: "Er [Tony Stark] ist Howard Hughes, ohne verrückt zu sein."