Rekordverdächtige Baustellen-Maschinen

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Vor 50 Jahren sprengten Arbeiter im Mont-Blanc-Tunnel die letzten Meter Fels weg. Schon 1965 waren auf der Baustelle sicherlich außergewöhnliche Fahrzeuge und Geräte im Einsatz, von denen es heute weitaus mehr gibt.

Der Seilbagger LR 11350 von Liebherr kommt auf eine Spitzengeschwindigkeit von 1,08 Kilometern pro Stunde, aber auf Beschleunigung kommt es bei diesem maximal 42 Meter hohen Kran auch nicht an. Dafür kann der LR 11350 bis zu 1.350 Tonnen tragen.
Bei der Geschwindigkeit kann auch der rund 3.000 Tonnen schwere Tagebau-Schaufelradbagger 1571 nicht trumpfen. Im August fuhr er mit einer Geschwindigkeit von ca. sechs Metern pro Minute aus dem Vorschnitt des Tagebaus Nochten zum Nachbartagebau Reichwalde. Die 18 Kilometer lange Reise dauerte 14 Tage.
Die schieren Ausmaße beeindrucken bereits: Diese Tunnelvortriebsmaschine in Karlsruhe ist 80 Meter lang und wiegt 1.300 Tonnen. Der Tunnelbau unter dem Mont-Blanc hätte mit einer solchen Baumaschine sicherlich nicht so lange gedauert.
Der nächste Winter kommt bestimmt: Mit diesen gigantischen Schneefräsen befreit die Deutsche Bahn Schienen von Eis und Schnee.
Nicht nur die Schienen sollen im Winter befahrbar bleiben. Dieses Kettenfahrzeug hält zum Beispiel norwegische Gebirgspässe frei.
Beim Bau der Waldschlösschenbrücke in Dresden kam 2008 diese Baustellen-Ramme zum Einsatz. Mit gewaltigem Lärm bohrt die hohe Maschine riesige Stahlstifte in den Boden, damit die Arbeiter in dem Hohlraum nicht immer wieder loses Material wegschaufeln müssen.
Mit Baggern kann man nicht nur an Land arbeiten, sondern auch auf dem Meer. Schwimmbagger kommen zum Einsatz, wenn Betreiber zum Beispiel einen Fährhafen, wie diesen in Sassnitz vor Rügen erweitern.
Grader - auch Planierer genannt - setzen Arbeiter ein, um große ebene Flächen zu schaffen. Sie gehören zu den ältesten Baumaschinen. Ein Frontschild ermöglicht das Vorplanieren, während der Heckaufreißer für das Lösen des Bodens zuständig ist.
Gittermastkräne, wie dieser des Herstellers Liebherr, sind belastbarer als Teleskopkräne und eignen sich für die unterschiedlichsten Hubaufgaben.
Das ist doch nur ein Kipper? Nicht ganz, das ist ein Knicklenker-Muldenkipper. Diese Fahrzeuge können den Heckbereich vom Fahrerhaus wegknicken.
Oft hängen an hohen Kränen Schlitzwandgreifer, die mit brachialer Kraft schnell schmale, aber dafür tiefe Löcher in den Boden bohren können. Sie kommen etwa beim Verlegen von Gasleitungen zum Einsatz.
Wer frischen Beton in rauen Mengen braucht, ist froh, dass es Betonpumpen gibt. So konnte das Fundament für den Spinnaker-Turm im britischen Portsmouth schnell entstehen.
Beim Bergbau in den 1950ern kamen kam beim Anlegen einer neuen Stolle ein druckluftbetriebener Bohrwagen zum Einsatz. Dieses Exemplar steht heute im Bergbau-Museum in Bochum.
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