Gigantische Riesensterne, die schon rund zwei Milliarden Jahre nach dem Urknall entstanden und rasch ausbrannten: Das könnten die Vorgänger der Schwarzen Löcher gewesen sein, deren Verschmelzen zu den ersten vom Menschen erfassten Gravitationswellen führte.

Forscher haben die Geschichte der verschmolzenen Schwarzen Löcher rekonstruiert, von denen im vergangenen September erstmals Gravitationswellen registriert worden waren. Die beiden Massemonster entwickelten sich demnach wahrscheinlich aus einem Doppelsystem zweier gigantischer Riesensterne in der Frühzeit des Kosmos. Die Wissenschaftler um Krzysztof Belczynski von der Universität Warschau stellen ihre Modellrechnungen im britischen Fachjournal "Nature" vor.

Gravitationswellen sind eine rund hundert Jahre alte Vorhersage von Albert Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie. Sie entstehen immer, wenn Massen beschleunigt werden, und sind umso stärker, je größer Masse und Beschleunigung sind.  © dpa