Tiere, transparent wie Glas

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Bei diesen Lebewesen geht wirklich jeder Blick unter die Haut: In dieser Galerie zeigen wir Ihnen Tiere, bei denen Sie garantiert den Durchblick behalten.

Tiere sind bunt, können die Farbe wechseln oder tarnen sich perfekt in ihrer Umgebung. Doch es geht noch einen Tick extravaganter: die totale Transparenz. So wie bei dieser Larve des Grünen Schildkäfers.
Die Leuchtqualle dürfte vielen Badegästen besser als "Feuerqualle" bekannt sein. Sie gehört zu den wenigen europäischen Arten, deren Nesselkapseln die menschliche Haut durchdringen können. Während die gläsernen Quallenschwärme am Strand wahre Plagen sind, zeigen die Tiere nachts im Wasser ihre schöne Seite. Wenn sie erschüttert werden, fangen sie an zu funkeln und zu leuchten.
Auf diesem Bild ist eine Salpen-Kolonie zu sehen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Kohlenstoffzyklus der Erde. Nachts tauchen die Kolonien an die Oberfläche und fressen den Großteil der tagsüber entstandenen Biomasse ab. Diese wird später ausgeschieden und sinkt zum Meeresboden. Pro Schwarm werden der Atmosphäre mehrere tausend Tonnen Kohlenstoff pro Tag entzogen.
Indischer Glaswels: Auch wenn sie nicht danach aussehen, sind diese zerbrechlich wirkenden Fischchen tatsächlich mit dem bis zu drei Meter langen europäischen Wels verwandt. Sie sind hauptsächlich in Teilen Thailands, Sumatras, Javas und Borneos beheimatet und leben dort in Flüssen. Allerdings lassen sie sich im Schwarm auch in heimischen Aquarien halten.
Doch nicht nur unter Wasser gibt es zahlreiche durchsichtige Tiere - auch einige Insekten sehen fast aus wie Glas. So schützt die durchsichtige Membran in den Flügeln den Glasflügelfalter vor gefährlichen Fressfeinden. In freier Wildbahn findet man die Tiere hauptsächlich in Südamerika.
Glasfrösche offenbaren einen tiefen Einblick in ihr Innerstes. Die kleinen Amphibien haben auf der Oberseite eine grüne, auf der Unterseite aber eine transparente Haut. Damit steht dem Betrachter der Blick auf die arbeitenden Organe offen.
Wenn man normalerweise von Garnelen spricht, denkt man an krebsähnliche, farbige Krustentiere mit undurchsichtiger Schale. Doch es geht auch anders, wie die Partnergarnele der Gattung Periclimenes zeigt.
Dieser kleine Siam-Glasbarsch offenbart uns sein Innerstes: Er ist komplett transparent. Knochen, innere Organe und Flossenstrahlen sind deutlich zu erkennen.
Man muss nicht gleich in tropischen Gewässern nach Transparenz suchen: So findet man fast in ganz Europa Bachforellen. Ausgewachsen haben sie normalerweise eine undurchsichtige Haut mit Tarnmuster. Als Larven sind die Fische allerdings fast transparent. Auf dem Bild sind die kleinen Fischbabys mit ihrem Dottersack zu sehen.
Manche durchsichtigen Tiere sind nicht von Natur aus transparent. Dieser Goldfisch, der 2009 der Weltöffentlichkeit präsentiert wurde, ist von japanischen Forschern entwickelt worden. Durch seine transparente Haut lassen sich alle Organe "im Betrieb" beobachten. Die Forscher planen Fische zu züchten, die bis zu 25 Zentimeter groß werden und fast zwei Kilo wiegen. Auf diese Weise wollen sie das Kreislaufsystem erforschen, ohne den Fisch zu sezieren.
Dies ist eine bisher unbekannte Tausendfüßerart, die Forscher der Universität Lavras in einer brasilianischen Höhle entdeckt haben. Der Kalkpanzer des Urtausendfüßers ist den Wissenschaftlern zufolge so stark reduziert, dass die Tiere durchsichtig erscheinen. Das Kalkskelett wurde im Verlauf der Evolution vermutlich aufgrund fehlender Fressfeinde in der Höhle zurückgebildet.
In einem Riff vor den Kaimaninseln versteckt sich dieser zerbrechlich wirkende Hechtschleimfisch. Er kommt in den tropischen Küstenregionen von Nord-, Mittel- und Südamerika vor. Durch seinen glasigen Körper ist er für Räuber nur schwer auszumachen. Ähnlich wie Clownfische und Seeanemonen geht er mit Steinkorallen eine Symbiose ein. Sie pflegen und beschützen sich gegenseitig.
Dieses seltsame, halbdurchsichtige Gebilde ist tatsächlich ein Fisch. Der Harlekin-Geisterpfeifenfisch kommt hauptsächlich im warmen Wasser des Indischen Ozeans vor. Die Färbung und Hautauswüchse variieren nicht nur innerhalb einer Art, sondern auch zwischen den Geschlechtern und erwachsenen sowie jungen Tieren.
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