Vulkanausbruch: Wenn ein Berg explodiert

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Die feuerspuckenden Berge nahmen früher in der Mythologie vieler Kulturen einen wichtigen Platz ein. Heute untersuchen Wissenschaftler die gewaltigen Naturerscheinungen.

Die Bezeichnung Vulkan leitet sich vom römischen Feuergott Vulcanus ab. Auch in der griechischen, aztekischen und hawaiianischen Kultur spielt der Feuerberg eine wichtige Rolle.
Heute ist die Entstehung von Vulkanen gut erforscht. Die Faszination für sie bleibt dabei ungemindert.
Ab einer Tiefe von 100 Kilometern herrschen in der Erde Temperaturen von über 1.000 Grad Celsius. Gestein schmilzt hier zu zähflüssigem Magma, das aufsteigt und sich in Magmaherden in 2 bis 50 Kilometern Tiefe sammelt.
Wird der Druck in den Magmaherden zu groß, steigt das Magma an die Erdoberfläche. Ab dem Moment spricht man von Lava.
Unter bestimmten Umständen kann ein Lavastrom mehrere Hundert Kilometer weit fließen.
Ein Vulkanausbruch kann explosionsartig erfolgen und gewaltige Energien freisetzen.
Explosive Ausbrüche können Gesteinsmassen von mehreren Kubikkilometern in die Luft sprengen.
Bei gewaltigen Eruptionen kann der Magmaherd einbrechen und einen weiten Krater hinterlassen. Wird dieser geflutet, entsteht ein Kratersee wie der des Vulkans Paos auf Costa Rica.
Besonders gewaltige Ausbrüche können durch begleitende Erdbeben oder Landrutsche Tsunamis auslösen, die Tausende Kilometer weit wirken.
Bei einer sogenannten "Plinianischen Eruption" entsteht eine gigantische Eruptionssäule, die bis in die Stratosphäre steigt.
In der Aschewolke eines Vulkans kann es zu gewitterähnlichen Erscheinungen kommen: Die Ascheteilchen laden sich durch Reibung statisch auf, dadurch entstehen Blitze.
Ein Vulkanausbruch kann enorme Auswirkungen auf das weltweite Klima haben. Die Eruption des Tambora im Jahr 1815 etwa schleuderte so viel Asche in die Atmosphäre, dass dadurch das Klima auf der gesamten Erde für mehrere Jahre beeinflusst wurde. Das Jahr nach der Explosion des Tambora ging als das "Jahr ohne Sonne" in die Geschichte ein.
Ein Vulkan in der Kette von Puyehue-Cordon Caulle in Chile stieß im Jahr 2011 eine gigantische Aschewolke in die Luft, die über die Anden getragen wurde. Das Bild oben zeigt die Auswirkung im Nachbarland Argentinien, wo große Flächen von der Vulkanasche bedeckt waren.
Es gibt derzeit weltweit etwa 1.500 aktive Vulkane. Als aktiv gilt ein Vulkan, der in den letzten 10.000 Jahren ausgebrochen ist.
Dabei sind Vulkane, die unter dem Meer liegen, nicht erfasst. Ihre Zahl ist viel höher als die der bekannten Vulkane auf dem Festland.
Auffällig ist, dass die meisten Vulkane in Ketten auftreten. Das gab Wissenschaftlern lange Zeit Rätsel auf.
Das Rätsel ist inzwischen gelöst. Die Gürtel mit Vulkanen liegen an den Grenzen von tektonischen Platten, an denen es auch häufiger zu Erdbeben kommt.
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