Der Weiße Hai: Monster der Meere und Opfer der Menschen

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In Büchern und Filmen wird der Weiße Hai als eine der Urbedrohungen der Menschheit dargestellt. Diese heraufbeschworenen Ängste bezahlt der einzigartige Fisch mit seinem Leben.

Seit Steven Spielbergs Verfilmung von Peter Benchleys Roman "Jaws - Der Weiße Hai" aus dem Jahr 1975 hat sich das Bild des blutrünstigen Monsters im Meer im kollektiven Bewusstsein verankert. Der Weiße Hai gilt als das Monster der Meere.
Regelmäßige Nachrichtenmeldungen über Haiattacken auf Surfer und Taucher festigen die Angst vor dem Meeresräuber.
Forscher vermuten, dass in den Meeren weltweit vermutlich nur noch weniger als 3.000 Tiere leben.
Laut der IUCN (Welttierschutzorganisation) gilt der Weiße Hai des Mittelmeers als "stark gefährdet". Es wird geprüft, ob der Status auf "vom Aussterben bedroht" erhöht wird.
Die größte Bedrohung für das Raubtier ist die Sportfischerei.
Unter Sportfischern gilt der Weiße Hai als heißbegehrte Trophäe. Mit den Zähnen und Kiefern ergattern sie hohe Preise.
Im Bewusstsein der Menschen ist die schlimme Lage des Weißen Hais noch nicht angekommen.
Die respekteinflößende Erscheinung des Raubtieres mit seinen spitzen Zähnen trägt sicherlich auch zu seinem schlechten Image bei.
Der Mensch gehört nicht zum Beutespektrum der Haie. Taucher riskieren einen Angriff normalerweise nur dann, wenn sie die Tiere bewusst provozieren oder blutige Köder einsetzen, um sie anzulocken.
Zu nicht provozierten Angriffen auf Surfer oder Taucher kommt es in Situationen, wo der Hai die Menschen mit Beutetieren verwechselt.
Wissenschaftler nehmen an, dass die Tiere Menschen meistens dann angreifen, wenn sie sie mit Robben verwechseln.
Schmackhaft scheint der Mensch für einen Hai tatsächlich nicht zu sein. Denn meistens fressen die Räuber einen Menschen nach einer Attacke nicht, sondern tätigen sogenannte "Testbisse". Diese enden für Menschen trotzdem häufig tödlich.
Seit 1996 gibt es die Organisation "Shark Trust", die sich um den Schutz von Weißen Haien bemüht. Dem Vorbild von "Shark Trust" sollen andere Organisationen folgen und das Wohlergehen des Weißen Haies mehr in das Bewusstsein der Menschen rücken. Denn nicht der Mensch ist bedroht, sondern der Hai ist es.
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