Tiere sagen das Wetter voraus: Wirklich wilde Wetterpropheten

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Frösche, Vögel und Murmeltiere stehen im Ruf, das Wetter vorauszusagen. Doch nicht alle Mythen um Fliegen, Mäuse und Eichhörnchen stimmen auch.

Wollen Anwohner an den Hängen des Vulkans Ätna auf Sizilien wissen, ob ein Ausbruch droht, achten sie auf ihre Ziegen. Wenn die Tiere besonders wild herumtollen, soll Ungemach aus dem Krater bevorstehen. Inzwischen forschen sogar Wissenschaftler zur Vorhersage-Fähigkeit von Ätna-Ziegen.
Die US-Amerikaner locken am "Groundhog Day" ein Murmeltier aus seinem Bau. Wenn der Nager seinen Schatten sieht, soll der Winter noch sechs Wochen dauern. Besonders zuverlässig ist diese Vorhersage-Methode aber nicht. Laut einer Studie liegt die Trefferquote lediglich bei 37 Prozent.
Bei Wetterumschwüngen wird gerne vom Herbstblues oder der Frühjahrsmüdigkeit gesprochen. Anscheinend macht sich das nicht nur bei Menschen bemerkbar. Liegen Hunde lustlos in der Ecke und suchen vermehrt Kontakt zu den Besitzern, steht angeblich eine Wetteränderung bevor.
Steht Regenschirmwetter an oder nicht? Mäuse sollen die Antwort kennen. Wenn die kleinen Nager anfangen zu pfeifen, öffnet der Himmel angeblich seine Schleusen.
Eichhörnchen stehen im Ruf, schönes und schlechtes Wetter vorherzusagen, wie diese Bauernregel wiedergibt: "Hüpfen Eichhörnlein und Finken, siehst Du schon den Frühling winken." Doch auch wenn sich Regen ankündigt, sollen Eichhörnchen aktiv werden. Geben sie nervöse klatschende Laute von sich, droht Niederschlag.
Die Körpersprache der Pferde sagt viel über das Wetter aus: Pferde sind, was Wettervorhersagen angeht, wahre Allrounder. Nehmen die Vierbeiner die sogenannte Alarmhaltung ein, bei der der Körper angespannt ist und die Ohren anliegen, signalisieren sie, dass ein Unwetter droht. Grasen sie ganz ruhig auf der Wiese, ist mit schönem Wetter zu rechnen. Liegen Pferde bei einer Wolkendecke auf dem Boden, droht Regen.
Liegt die Kuh gemütlich und faul im Gras, ist alles gut, denn das Wetter bleibt schön. Kritisch wird es, wenn Kühe anfangen, schwer zu atmen. Angeblich ist das ein sicheres Zeichen, dass ein Tiefdruckgebiet anrückt.
Die fleißigen Honigsammler sollen zuverlässig bei Gewitterprognosen sein. Wenn sie trotz Nieselregens oder Donners noch umherschwirren, wird es kein schlimmeres Unwetter geben. Doch, "kommen die Bienen nicht heraus, ist's mit schönem Wetter aus."
Gewitter kündigt sich nicht nur durch schwül-warmes Wetter an, sondern auch durch beißende Fliegen. Grund ist der Schweiß, der sich auf unserer Haut bei feuchter Hitze bildet. Somit ist in der Hinsicht der Mensch ebenfalls ein kleiner Wetterfrosch.
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