Sensationsfunde: Diese Schätze erstaunen nicht nur Forscher

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Ob antike Tempel, Goldschätze oder Dinosaurierknochen: Immer wieder bringen die Tiefen der Erde und des Meeres sensationelle Funde zum Vorschein. Hier sind - ständig aktualisiert - die spektakulärsten Entdeckungen der vergangenen Jahre.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Frau zwischen 20 und 30 Jahre alt und in der 26. bis 30. Schwangerschaftswoche war. Warum der Fötus während der Mumifizierung nicht aus dem Bauch der Verstorbenen genommen wurde, wissen sie nicht.
Eigentlich waren die Archäologen auf der Suche nach dem Totentempel von Pharao Tutanchamun. Stattdessen fanden sie im ägyptischen Luxor eine 3.000 Jahre alte Stadt. Es handele sich um die größte antike Stadt, die jemals in Ägypten gefunden wurde, erklärte der Leiter der Mission, Sahi Hauass.
Die Siedlung stamme aus der Zeit des Königs Amenophis III., der von etwa 1391 bis 1353 v. Chr. im Alten Ägypten herrschte, teilte Hauass weiter mit. Das belegten auch Gegenstände wie Lehmziegel mit Siegeln des Pharaos. Die antike Stadt sei gut erhalten, "mit fast vollständigen Mauern und Räumen". Die Archäologen hätten unter anderem Felsengräber, eine Bäckerei mit Öfen und Keramikbehältern sowie eine Werkstatt entdeckt.
Die Stadt galt als verloren: "Viele Auslandsmissionen haben nach dieser Stadt gesucht und sie nie gefunden", sagte Hauass. Aus historischen Quellen gehe hervor, dass die Siedlung aus drei Palästen von König Amenophis III. sowie dem Verwaltungs- und Industriezentrum des Imperiums bestanden haben soll.
Die Ausgrabung hatte im September 2020 begonnen - mit dem Ziel, den Totentempel von Tutanchamun zu finden. "Zur großen Überraschung des Teams tauchten in alle Richtungen Lehmziegelformationen auf", so Hauass, der als einer der kundigsten Archäologen Ägyptens gilt.
Vor einigen Jahren wurden neben der Leiche des evangelisch-lutherischen Bischofs Peder Winstrup fremde Knochen gefunden, die den Historikern lange Zeit Rätsel aufgaben. Nun zeigten Ergebnisse von DNA-Untersuchungen, dass es sich bei dem in ein Stück Leinentuch eingewickelten, fünf bis sechs Monate alten Fötus um einen Jungen und einen Verwandten zweiten Grades des Bischofs handelte.
Winstrup, der 1679 gestorben war, und der totgeborene Junge teilten sich 25 Prozent ihrer Gene. Die Forscher vom Zentrum für Paläogenetik der Universität Stockholm fanden heraus, dass die Verwandtschaft über die Linie des Vaters ging. Es sei daher möglich, dass der Bischof der Großvater des Jungen war.
In den 1890er-Jahren haben Goldschürfer in der Nähe der russischen Stadt Jekaterinburg eine monumentale Holzskulptur gefunden. Ihr genaues Alter blieb den Wissenschaftlern Jahrzehnte lang verborgen. Zunächst gingen sie davon aus, dass das sogenannte "Shigir idol" bis zu 10.000 Jahre alt ist.
Spätere Untersuchungen ergaben ein Alter von 11.500 Jahren. Nun haben die Wissenschaftler ihre Angaben erneut geändert: Das "Shigir idol" ist sogar 12.500 Jahre alt - und damit die älteste bis heute gefundene Holzfigur der Welt. Die Skulptur hat eine Größe von etwa 3,8 Metern.
Die älteste Felsmalerei in Australien zeigt ein Känguru und wurde vor etwa 17.300 Jahren geschaffen. Die Wissenschaftler um Damien Finch von der University of Melbourne nutzten Wespennester zur Altersbestimmung. Die Nester kleben auf oder unter der Malerei. Ihre Entdeckungen veröffentlichen die Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature Human Behaviour".
Sensationsfund in Ägypten: So sieht eine 5.000 Jahre alte Brauerei aus. Archäologen gehen davon aus, dass die Brauerei vor allem bei königlichen Ritualen in Betrieb war. In der Antike glich der Gerstensaft einem Grundnahrungsmittel. 
Forscher der Universität Cambridge haben im Atlasgebirge in Marokko das 480 Millionen Jahre alte Fossil eines Ur-Seesterns, auch Cantabrigiaster fezouataensis genannt, entdeckt. Es ist so gut erhalten, dass sein Körper detailliert untersucht werden kann. Das Fossil kann Biologen helfen, die Entwicklung von Seesternen besser nachzuvollziehen.
Archäologen haben vor der Insel Kasos aus dem Wrack eines untergegangenen Frachters aus der römischen Zeit Dutzende Amphoren und andere Keramik-Gegenstände geborgen. Dabei ist die Herkunft der Amphoren besonders interessant: Sie stammen aus spanischen Keramikmanufakturen aus der Region des Flusses Guadalquivir, aber auch aus der Region des heutigen Tunesiens.
Vor etwa 57.000 Jahren ist ein rund sieben Wochen altes Wolfsjunges nach seinem Tod im kanadischen Permafrostboden eingefroren. Die Mumie gibt Wissenschaftlern spannende Einblicke in die Lebensweise der damaligen Tiere. Sie wurde bereits 2016 gefunden und ist wohl die vollständigste Wolfsmumie, die bisher entdeckt wurde.
Bei Grabungen im Bereich einer Vorstadtvilla in der Nähe von Pompeji wurden die Überreste zweier Männer gefunden.
Bei Grabungen im Bereich einer Vorstadtvilla in der Nähe von Pompeji wurden die Überreste zweier Männer gefunden. Archäologen konnten dabei beeindruckende Details über die beiden ermitteln, beispielsweise welche Kleidung sie getragen haben. Die beiden Männer wurden vermutlich vom Ausbruch des Vesuvs 79 nach Christus überrascht.
Auf dem Grund des Sees Asveja in Litauen haben Forscher ein erstaunlich gut erhaltenes Skelett gefunden, das unter Schlamm verborgen war. Ersten Analysen zufolge handelt es sich dabei wahrscheinlich um einen Soldaten, der vor über 500 Jahren gestorben ist. In der Nähe des Skeletts wurden unter anderem Waffen gefunden.
Archäologen haben in der bekannten Grabstätte Sakkara weitere gut erhaltene Sarkophage aus altägyptischer Zeit entdeckt. Insgesamt sind 59 Särge gefunden worden, die seit fast 2.600 Jahren verschlossen sind.
Sie sind in sehr gutem Zustand und ihre Originalfarbe ist erhalten geblieben. Die hölzernen Sarkophage waren in Grabkammern gelagert. Sie gehörten zu Priestern und hohen Offiziellen.
Der ägyptische Antikenminister Chalid al-Anani war bei der Öffnung eines Sarges dabei. Die Mumie habe ausgesehen, "als wäre sie erst gestern mumifiziert worden".