Mundgeruch

Ursachen, Vorbeugung, Behandlung

Mundgeruch – was tun?

Mundgeruch ist ein äußerst unangenehmes Gefühl, zumal man es oft gar nicht selbst bemerkt, sondern von anderen Menschen dezent darauf hingewiesen wird. Doch woher kommt dieser unangenehme Atem, was sind die Ursachen? Liegt es an dem, was man gegessen hat? Sind Bakterien dafür verantwortlich? Ist Mundgeruch eine Krankheit?

Die Wahrheit ist: All das und noch einiges mehr kann Ursache für Mundgeruch sein.

Und die wichtigste Frage ist sicherlich: Was kann man tun, um den Mundgeruch loszuwerden, welche Mittel oder Behandlungen eignen sich und wirken am schnellsten?

Woran erkennt man schlechten Atem?

Mundgeruch selbst erkennen

Ob der eigene Atem unangenehm riecht, kann man auf verschiedene Weise selbst herausfinden. Wir stellen Ihnen drei Möglichkeiten vor.

Nehmen Sie eine kleine Plastiktüte, z.B. einen Gefrierbeutel. Holen Sie tief Luft und atmen Sie in den Beutel aus. Wenn Sie den Beutel nun in einer geruchsneutralen Umgebung öffnen und den Inhalt einatmen, können Sie den Geruch Ihres Atems prüfen.

Oder Sie machen einen Speicheltest: Spucken Sie hierfür kräftig in ein verschließbares Glas und lassen Sie dieses etwa 5 Minuten stehen. Öffnen Sie das Glas und riechen Sie an dem Inhalt.

Bei der dritten Möglichkeit, den eigenen Atem zu überprüfen, befeuchten Sie Ihr gründlich gereinigtes Handgelenk mit der Zunge, lassen die befeuchtete Stelle etwa eine halbe Minute trocknen und riechen daran.

Wie kann man Mundgeruch vermeiden?

Die wirkungsvollste Methode, um Mundgeruch zu vermeiden, ist eine regelmäßige und gründliche Mundhygiene. In den meisten Fällen entsteht Mundgeruch durch das Zusammenspiel von Essensresten und Bakterien, von denen in der Mundhöhle bis zu 300 Arten vorkommen. Mindestens zwei Mal täglich sollte man daher sorgfältig die Zähne mit Zahnpasta putzen, wobei Zahnseide, Mundspülungen, Fluoride und weitere Maßnahmen unterstützend wirken.

Auch der Verzehr von Obst und Gemüse hilft gegen die Entstehung von Mundgeruch, da dadurch der Speichelfluss angeregt wird.

Welche Arten von Mundgeruch gibt es?

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen 2 Arten von Mundgeruch:

Beim sog. Foetor ex ore, was so viel heißt wie „übler Geruch aus dem Mund“, kann man den schlechten Atem nur bei offenem Mund riechen, ist dieser geschlossen, riecht man nichts, da die Ursache ausschließlich in der Mundhöhle liegt.

Bei der zweiten Variante, der sog. Halitosis, ist der Geruch auch beim Ausatmen durch die Nase wahrzunehmen. Dabei liegt die Ursache nicht im Mundbereich, sondern bspw. an geruchsintensiver Ernährung (z.B. Knoblauch oder Alkohol), an geschädigten Organen wie Leber oder Nieren oder an Verdauungsstörungen in Speiseröhre oder Magen-Darm.

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Welche Ursachen kann Mundgeruch haben?

Behandlung von Mundgeruch

Mundgeruch kann eine ganze Reihe von Ursachen haben. Die häufigste, aber auch harmloseste, hängt mit der Ernährung zusammen. Nahrungsmittel wie Knoblauch oder Zwiebeln, Kaffee, aber auch Alkohol und Rauchen, führen häufig zu schlechtem Atem. Dem kann man aber mit der entsprechend sorgfältigen Mundhygiene recht gut entgegenwirken.

In anderen Fällen können aber auch eine Reihe von Krankheiten zu Mundgeruch führen. Dazu zählen Entzündungen in Mund oder Rachen wie Zahnfleisch-, Nasennebenhöhlen-  oder Schleimhautentzündungen, aber auch Pilzinfektionen oder Erkrankungen der Speicheldrüsen.

Zu den möglichen Ursachen von Mundgeruch gehören auch Erkrankungen im Magen, in der Speiseröhre, in Leber oder Nieren, in der Lunge oder dem Nasen-Rachen-Raum. Auch entzündete Mandeln können schlechten Atem verursachen.

Und auch die Einnahme bestimmter Medikamente kann Mundgeruch verursachen.

Hinweis: Diese Aufstellung soll nur einen kurzen Überblick bieten, sie kann keinesfalls die Rücksprache mit einem Arzt ersetzen.

Diagnose bei Mundgeruch

Die Ursache von Mundgeruch liegt meist in der Mundhöhle, daher ist zunächst ein Besuch beim Zahnarzt zu empfehlen. Dieser kann eine gründliche Untersuchung der Mundhöhle durchführen, bei der er die Mundhygiene beurteilt und Zähne und Zahnfleisch auf mögliche Krankheiten wie Karies oder Parodontitis untersucht. Ergänzend werden dabei auch der Zungenbelag und der Speichelfluss begutachtet.

Außerdem bewertet er die Stärke des Mundgeruchs anhand einer mehrstufigen Skala, indem er den Atem aus unterschiedlichen Entfernungen prüft und bewertet.

Sollte der Zahnarzt dabei keine Ursache für den Mundgeruch feststellen, ist ein Besuch beim Hausarzt der nächste Schritt. Mittels einer Blutuntersuchung kann dieser feststellen, ob eventuell innere Organe wie Magen, Leber oder Nieren geschädigt sind, und entsprechende Therapien ansetzen.

Bestehen Anzeichen für eine Erkrankung im Hals- oder Kopfbereich, sollte das von einem HNO-Arzt untersucht werden.

Wie kann man Mundgeruch behandeln?

Die Behandlung einer Halitosis ergibt sich aus der Ursache. Liegt diese im Mund, so geht es darum, die geruchsbildenden Bakterien zu bekämpfen. Um den Mundgeruch loszuwerden, empfiehlt sich wie bereits erwähnt eine besonders gründliche und vor allem regelmäßige Mundhygiene. Dabei gehen Sie am besten folgendermaßen vor:

•    Die Zähne sollten zwei Mal täglich mindestens 3 Minuten lang gründlich gereinigt werden. Verwenden Sie hierfür am besten eine weiche bis mittlere Zahnbürste, bei harten Bürsten besteht die Gefahr, dass bei zu starkem Schrubben das Zahnfleisch geschädigt bzw. verletzt wird. Benutzen Sie für den frischen Atem in jedem Fall Zahnpasta, am besten Fluorid-haltige, da diese den Zahnschmelz festigt.
•    Ihre Zahnbürste sollten Sie alle 3 Monate wechseln, spätestens jedoch, wenn der Bürstenkopf sich verfärbt oder verformt.
•    Achten Sie darauf, dass Sie beim Putzen der Zähne auch die Zwischenräume berücksichtigen, denn hier lagern sich besonders viele Essensreste ab.
•    Auch auf der Zunge tummeln sich Bakterien, gönnen Sie ihr folglich auch eine Reinigung.
•    Ihre Mundhygiene können Sie während der Behandlung von Mundgeruch durch antibakterielle Mundspülungen unterstützen. Sollten Sie diese über einen längeren Zeitraum anwenden, empfiehlt sich jedoch eine Rücksprache mit dem Zahnarzt.
•    Nicht nur bei Mundgeruch sollten Sie Ihre Zähne unbedingt ein Mal jährlich von Ihrem Zahnarzt checken lassen.
•    Eine ausgewogene Ernährung mit Obst und Gemüse sorgt für mehr Speichelfluss, vermeidet Gerüche und unterstützt somit die Heilung ebenfalls.
•    Sie haben auch die Möglichkeit, Mundgeruch mit Tabletten zu behandeln. Welche Präparate hier geeignet sind, besprechen Sie am besten mit Ihrem Hausarzt oder fragen in der Apotheke.

Mundgeruch mit Hausmitteln behandeln

Apfelessig-Spülung gegen Mundgeruch

Es gibt verschiedene Hausmittel, mit denen sich Mundgeruch vermeiden oder lindern lässt.
•    Die Säure in Äpfeln oder mit Wasser verdünntem Apfelessig wirkt antibakteriell auf die Mundflora und beugt so Mundgeruch vor, vor allem nach dem Verzehr von Knoblauch oder Zwiebeln.
•    Ein halber Teelöffel Backpulver, aufgelöst in einem Glas Wasser und gegurgelt, sorgt für einen ausgeglichenen pH-Wert in der Mundhöhle.
•    Auch zerkaute Kaffeebohnen haben eine geruchsneutralisierende Wirkung.
•    Lauwarm gegurgelter Grün-, Schwarz-, Salbei- oder Kamillentee ersetzt mit seiner antibakteriellen Wirkung teure Mundwasser.

Hat Ihr Mundgeruch andere Gründe?

Liegen die Gründe für Mundgeruch nicht in der Mundhöhle, ist der entsprechende Facharzt hierfür zuständig. Welcher das in welchem Fall ist, besprechen Sie am besten mit Ihrem Zahn- bzw. Hausarzt.