• Reibeisenhaut ist eine harmlose, aber unangenehme Hautstörung, von der viele Menschen betroffen sind.
  • Keratosis Pilaris kann verstärkt werden durch Hormonschwankungen, Allergien oder eine Schwangerschaft.
  • Wir stellen Ihnen fünf Tipps vor, mit denen Sie die Symptome mildern können.

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Die Reibeisenhaut, auch Keratosis Pilaris oder Lichen Pilaris genannt, ist eine harmlose, aber häufige Störung der Haut, bei der die Haarfollikel durch zu viel Hornhaut verstopft sind. So verursacht sie oft Juckreiz, die Haut ist schuppig und rau, mit sichtbaren Unebenheiten. Die genaue Ursache für Keratosis Pilaris ist noch ungeklärt, aber die Wissenschaft geht von genetischen Faktoren aus. Auch wenn die Reibeisenhaut nicht vollständig heilbar ist, gibt es doch Behandlungen, die das Hautbild deutlich verbessern können.

Was passiert mit der Haut?

Die körperlichen Merkmale sind kleine Pappeln, die sich vorwiegend an den Oberarmen und Beinen bilden. Diese können hautfarben, weiß, rot, pink, braun oder schwarz sein. Zuweilen kann auch das Gesicht oder der Gesäßbereich betroffen sein.

Die Symptome der Reibeisenhaut treten nur an Stellen des Körpers auf, an denen sich Haare befinden. Die Haut bildet dort zu viel Keratin. Dabei handelt es sich um ein natürliches Protein, das ein Hauptbestandteil in Haut, Haaren und Nägeln ist. Die Haarfollikel werden durch die vermehrte Produktion umhüllt, es entstehen Verstopfungen. Diese Stellen werden dicker und sind häufig entzündet.

Wann und bei wem tritt Keratosis Pilaris auf?

Vor allem in der Pubertät und in Schwangerschaften verstärken sich aufgrund von Hormonschwankungen die Symptome der Keratosis Pilaris. Mädchen sind häufiger betroffen als Jungen. Ab dem 30. Lebensjahr ist in vielen Fällen ein deutlicher Rückgang der Beschwerden zu beobachten. Auch leiden Menschen mit heller Haut öfter an der Reibeisenhaut als Dunkelhäutige.

Was begünstigt die Reibeisenhaut?

Dermatologen sind sich einig, dass Keratosis Pilaris häufig eine Begleiterscheinung von Neurodermitis ist. Oft begünstigt eine trockene Haut die Symptome.

Manchmal kann der Auslöser für Keratosis Pilaris eine Unverträglichkeit oder Allergie sein. Im Verdacht steht beispielsweise Zöliakie oder auch Lebensmittel, die Hautunreinheiten oder Akne auslösen können. Vergleichsweise selten sind Schilddrüsenstörung die Ursache.

Fünf Tipps, um die Symptome von Keratosis Pilaris zu mildern

Sonne

Trockene Heizungsluft und warme Kleidung im Winter verstärken die Symptome, während der Sommer die Haut heilen lässt. Nachweislich haben sich Sonne und Meer als äußerst positiv erwiesen.

Peeling

Kosmetikprodukte mit Inhaltsstoffen wie Salicylsäure (entfernt abgestorbene Hautzellen und beseitigt überschüssiges Keratin), Milchsäure (reguliert Verhornungen) oder Fruchtsäuren können helfen, das Keratin zu lösen und die Haarfollikel zu öffnen. Wer ein professionelles Peeling bevorzugt, kann sich bei einem Kosmetiker oder einer Kosmetikerin einem chemischen Peeling oder einer Mikrodermabrasion unterziehen.

Feuchtigkeit

Nach dem Peeling helfen rückfettende Cremes mit Urea. Dabei handelt es sich um einen Stoff, der auch im menschlichen Körper vorkommt und als wichtiger natürlicher Feuchthaltefaktor in der Haut fungiert. Er hat wasserbindende Eigenschaften und bekämpft gleichzeitig die Hornhaut. Auch pflegende Cremes mit Retinol als Wirkstoff können helfen, die Haut zu entschuppen und die Produktion neuer Hautzellen anzuregen. Von innen heraus hilft viel trinken, um so der Haut zusätzlich Feuchtigkeit zuzuführen.

Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung und die Vermeidung von Alkohol und Nikotin wirken sich positiv auf die Haut aus. Flüssigkeit, etwa in Form von Suppen, befeuchten von innen heraus und mildern in erster Linie die Verhornungen und den Juckreiz.

Hausmittel

Zwei Hausmittel für die Bekämpfung von Keratosis Pilaris sind Apfelessig und Kokosöl. Apfelessig mit Wasser vermischt kann, auf die betroffenen Hautareale aufgetragen, das überschüssige Keratin aufweichen.

Auf die nasse Haut aufgetragenes Kokosöl wirkt nicht nur feuchtigkeitsspendend, sondern beugt durch seine Laurinsäure auch Entzündungen vor. Durch Zusatz von weißem und braunem Zucker und etwas Honig kann auch ein besonders wirksames Peeling hergestellt werden.

Verwendete Quellen:

  • dermacense.de: Reibeisenhaut (Keratosis Pilaris) - das muss nicht sein!
  • flexicon.doccheck.com: Keratosis Pilaris
  • forum-schildddrüse.de: Intakte Schilddrüse sorgt für gesunde Haut und Haare
  • genialetricks.de: Was tun gegen Pickel am Oberarm? Tipps bei Reibeisenhaut
  • bitsandbobsbyeva.com: Laserbehandlung bei Reibeisenhaut (Keratosis Pilaris)
  • elle.de: Reibeisenhaut: So behandelst du sie richtig
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