Erst mit vollgepacktem Schulranzen in die Schule, dann zu Hause am Schreibtisch über den Hausaufgaben brüten: Beides kann schlecht für den Kinderrücken sein.

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Durch den Ranzen und das viele Sitzen am Schreibtisch erfahren Schulkinder häufig ganz neue Belastungen - vor allem ihr Rücken. Beim Kauf von Schulranzen, Tisch und Stuhl sollten Eltern daher überlegt handeln.

Schulranzen kaufen: Darauf kommt es an

Der Ranzen sollte möglichst eng am Rücken anliegen, gut gepolstert sein und zwei breite Schulter-Tragriemen besitzen, rät Orthopäde Patrik Reize. "Der Ranzen sollte engen Kontakt zum Rücken haben - denn je weiter das Gewicht vom sogenannten Körperlot weggetragen wird, desto mehr Drehkräfte wirken auf die Wirbelsäule." Die Folge: Man weicht in einen Rundrücken oder ins Hohlkreuz aus.

Reize empfiehlt außerdem, einen vergleichsweise kleinen Ranzen auszuwählen. Warum? "Dann kommt man gar nicht in die Verlegenheit, zu viel reinzupacken." Häufig seien Schüler nämlich mit zu viel Gewicht auf dem Rücken unterwegs, gerade auch in der ersten Klasse.

Je weniger sie schleppen müssten, desto weniger Beschwerden haben die Kinder, so Reize weiter. Er gibt zu bedenken, dass dauerhafte Überlastungen auch angeborene Fehlstellungen verschlimmern könnten.

Erster Schreibtisch für Schulkinder: Das sollten Eltern beachten

Das Wichtigste bei Stuhl und Tisch sei, sagt Reize, dass beide höhenverstellbar sind. Dadurch können sie mitwachsen und immer entsprechend justiert werden.

Wichtig ist generell auch, dass die Kinder nicht zu lange am Schreibtisch sitzen. "Sie müssen immer mal aufstehen und sich bewegen - das nimmt viel Belastung für den Rücken heraus", erklärt der Experte.

Was, wenn es hin und wieder vorkommt, kein Grund zur Sorge ist, aber auf Dauer zum Problem werden kann: den Kopf auf die Hand stützen, wie es viele Kinder gern machen.

Diese schräge Haltung belastet Muskeln, Bandscheiben und auch die Wirbelkörper. "Auf lange Sicht", meint der Orthopäde, "kann das problematisch sein. Denn solche Haltungsfehler kann man sich fürs Leben angewöhnen." (spot/dpa)