Wenn zwei Kinder sich ein Zimmer teilen, ist Streit meistens vorprogrammiert. Mit einfachen Regeln können Eltern die Streithähne besänftigen und Auseinandersetzungen vorbeugen.

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Ein gemeinsames Kinderzimmer hat viele Vorteile. So können die beiden Kids immer miteinander spielen und das Spielzeug befindet sich an einem zentralen Ort. Häufig kommt es jedoch auch zu Streitigkeiten.

Was sollten Eltern also tun, wenn einer den anderen immer aussperrt und es nicht genug Rückzugsraum für beide gibt? Was, wenn Schilder mit uncharmanten Botschaften an die Tür gehängt werden?

"Da bleibt Eltern oft nur, kreativ zu werden und individuell zugeschnittene Lösungen zu finden", sagt Dana Mundt, Sozialpädagogin bei der Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke).

Tipp für Eltern: Raumteiler oder eigene Bereiche im Kinderzimmer einrichten

Ist das Kinderzimmer recht klein, helfen Raumteiler oder eigene Bereiche wie eine eingezogene Hochebene oder ein Vorhang, den man zuziehen kann. Das kann Konflikte entschärfen. Geht ein Kind schon zur Schule, können feste Zeiten definiert werden, in denen es die Aufgaben ungestört erledigen und das andere Kind woanders spielen kann.

Absprachen und Regeln sind für die Kinder ebenfalls wichtig. Je kleiner sie sind, desto mehr brauchen sie dafür die Anleitung der Eltern. So sollte festgelegt werden, dass keiner ohne den anderen zu fragen an dessen oder deren Sachen geht. Eigene Räume müssen respektiert werden, auch wenn keine Tür dazwischen ist.

Was sind die Vorteile eines gemeinsamen Kinderzimmers?

Allen Streitereien zum Trotz: Ein gemeinsames Kinderzimmer hat auch viele positive Aspekte. Kinder lernen dadurch zu teilen und Rücksicht aufeinander zu nehmen. Manche schlafen auch besser ein oder durch, wenn sie ihr Geschwisterkind in der Nähe wissen. Außerdem kann es Spaß machen, sich mal gegen die Eltern zu verbünden und den Erwachsenen die Tür vor der Nase zuzumachen.

Dem Alter entsprechend können Eltern ihre Kinder verstärkt in die Gestaltung ihres Zimmers einbeziehen: Wie soll ihr Reich aussehen? Welche Einrichtungswünsche gibt es? Außerdem fällt es Kindern ab dem Schulalter deutlich leichter, sich fair untereinander abzusprechen. (spot/dpa)

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