Dieselbe Geschichte wieder und wieder, jeden Abend, bis Eltern sie schon mit geschlossenen Augen mitsprechen können: Kleinen Kindern wird dabei nicht langweilig. Woran liegt das? Sollten Eltern eingreifen?

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Ein volles Bücherregal und trotzdem will das Kind jeden Abend dieselbe Geschichte hören und aus demselben Buch vorgelesen bekommen. Für viele Eltern eine Schikane, aber für kleine Kinder super. Denn sie lieben Wiederholung und einfache Handlungen. Dürfen Eltern sich auch mal durchsetzen und dem Kind eine neue Geschichte "aufzwingen"?

"Kinder lieben den langweiligen Kram. Außerdem haben sie noch kein Gespür für Sprache", erklärt Ulric Ritzer-Sachs von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Was Eltern stumpf erscheint, spiegelt Kindern oft ihren eigenen Alltag wider.

Langweilige Bücher: Was können Eltern tun?

Wer es also irgendwie mit sich selbst vereinbaren kann, liest Bobo und Conni zum x-ten Mal vor. Was Eltern lieber nicht machen sollten: offensiv über die Lieblingsfiguren der Kleinen ablästern. "Denn das verletzt die Kinder, bestimmte Figuren sind Helden für sie."

Was vielleicht helfen kann, ist, Bücher für eine Zeit lang außer Sichtweite zu räumen. Mit etwas Glück bemerken Kinder es vielleicht nicht mal und sind offener für Neues. Ansonsten spielt Eltern auch die Zeit in die Hände: Je älter Kinder werden, umso mehr wachsen sie in komplexere Geschichten hinein. Und irgendwann können sie sowieso selbst lesen. (ncz/dpa)

Kinder leiden häufig unter Kopfschmerzen

Eine Schüler-Befragung in Dresden ergab, dass von 2.700 Mädchen und Jungen etwa 37 Prozent einmal pro Monat unter Kopfschmerzen leiden. Bei 32 Prozent kommt das sogar zweimal im Monat vor. Vorschaubild: Getty Images / iStock