Self-Tracking mit Apps & Co. – Teil 2

Sport- und Fitness-Uhren, Lauf-Apps, Cardio-Apps: Das gezielte digitale Erfassen der eigenen körperbezogenen Daten mithilfe von Apps bringt einige Vorteile mit sich. Aber auch Kritik ist angebracht: Verhilft das Tracken wirklich zu einem gesünderen und bewussteren Leben? Oder überwacht und gängelt man sich nur selbst damit und verfällt womöglich in einen Kontrollwahn? In unserem 2. Teil geben wir einen Einblick in die Vor- und Nachteile des Trends.
Der schnöde Pulsmesser hat ausgedient, beim Sporteln sind heute andere Tracking-Accessoires angesagt: Schicke Pulsuhren, Smart-Watches, die mit Bluetooth verbunden sind und den Freunden den gejoggten Kilometerstand übermitteln, bis hin zu Smartphone-Apps, bei denen die Kameralinse die Hautstelle durchleuchtet und so den Sauerstoffgehalt misst. Der Markt für Gesundheits- und Fitness-Gadgets boomt und die Self-Tracker-Szene wächst ununterbrochen weiter. Die Gründe für das Wachstum sind vielfältig: Sensoren werden immer günstiger angeboten und in jedem Smartphone steckt genug Technik, um Standardmessungen wie etwa Bewegungsdaten aufzuzeichnen.

Mit den gesammelten Informationen beim Tracken kann man so einiges anfangen: Durch das Erfassen und Auswerten der Daten über einen längeren Zeitraum werden allerlei Gesundheitsaspekte und Körperfunktionen kontrolliert.

So können Sie Informationen über Ihre körperliche Verfassung erhalten, wie zum Beispiel über Pulsschlag oder Blutdruck, die für den Gesundheitszustand wichtig sind. Ein weiterer Vorteil ist, dass Ihnen ein Self-Tracking-Programm anzeigen kann, zu welchem Zeitpunkt Sie Ihre Ziele erreicht haben. Oder Sie erkennen durch die Verknüpfung verschiedener Bereiche bestimmte Gewohnheiten und bisher unbeachtete Zusammenhänge:  Über das Festhalten der Laune mit Hilfe eines Stimmungsbarometers auf der einen Seite und der Nahrungsaufnahme mittels einer App auf der anderen Seite könnten man beispielsweise das Essverhalten in bestimmten Situationen analysieren.
Noch dazu können Sie sich mit Hilfe sozialer Netzwerke mit Gleichgesinnten austauschen. Sie teilen Ihre Erfahrungen und erhalten von anderen Self-Trackern Feedback – dadurch erhöhen Sie Ihre Motivation und erhalten Verbesserungsvorschläge.

Es gibt aber auch einige Risiken, die das Tracken mit sich bringt: Beispielsweise kann sich eine zu intensive Auseinandersetzung mit dem Protokollieren der eigenen Körperdaten auch zu einem Kontrollwahn entwickeln. Die gesammelten Informationen dienen nicht immer zur Motivation – sie können auch unter Druck setzen: Habe ich heute schon wieder zu viele Kalorien zu mir genommen oder nicht lange genug geschlafen? Schlafprobleme und Stress bis hin zu Essstörungen können die Folge sein.

Apps mit medizinischem Nutzen:

Ein weiterer Nachteil ist, dass einige „Wearables“ – kleine technische Geräte zum Erfassen der Daten – oftmals nicht genau bzw. „richtig“ messen. So kann zum Beispiel ein Armband zum Messen des Schlafverhaltens meist nicht unterscheiden, in welcher Phase des Schlafens man sich genau befindet: Schlafe ich schon oder liege ich gerade auf der Couch und lese ein Buch? Eine genaue Aussage über das Schlafstadium kann in solch einem Fall dann nicht getroffen werden. Apps mit Gesundheitsnutzen sollten also generell mit Vorsicht genossen werden: Leider gibt es zur Qualitätssicherung keine behördlichen Gütesiegel und so kann es durchaus zu Messungenauigkeiten kommen. Daher gilt – im Zweifelsfall lieber den Arzt aufsuchen.

Thema Datenschutz:

Außerdem werden beim Self-Tracking persönliche Informationen gesammelt, die – je nach App – auch von deren Betreiber gesammelt werden. Prüfen Sie daher unbedingt vorab die Nutzungs- und Datenschutzbedingungen des jeweiligen Self-Tracking-Tools. Gehen Sie beim Speichern generell sorgfältig mit ihren Daten um,  damit diese nicht in die Hände Dritter gelangen. Der WEB.DE Online-Speicher ist übrigens ein idealer Speicherort für Ihre getrackten Daten: Hier ist der deutsche Datenschutz garantiert.

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