Kleine Unachtsamkeiten beim Fahren können Ihrem Auto auf Dauer ordentlich zusetzen. Verschleiß-Schäden sind dann vorprogrammiert und die Lebensdauer einiger Fahrzeugteile wird stark beeinträchtigt. Die folgenden sieben Fehler in der Bedienung Ihres Pkws sollten Sie daher unbedingt vermeiden.

Inzwischen dürfte jeder Autofahrer wissen, dass ein gut gepflegtes Auto nicht nur länger hält, sondern auf Dauer auch billiger kommt. Damit ist aber nicht nur gemeint, dass Sie Ihr Auto regelmäßig waschen und diverse Füllstände kontrollieren sollten. Auch beim Fahren schleichen sich bei vielen Autofahrern ein paar schlechte Angewohnheiten ein, die sich negativ auf die Lebensdauer einiger Fahrzeugteile auswirken. Um unnötigen Verschleiß am Auto zu vermeiden, sollten Sie die folgenden fünf Fehler in jedem Fall abstellen oder erst gar nicht machen.

1. Fehler: Das Parken auf der Bordsteinkante

Ein Klassiker, gerade wenn es einmal schnell gehen muss. Unsauber eingeparkt steht ein Reifen schnell ungünstig direkt auf der Bordsteinkante. So schlimm ist das nicht? Weit gefehlt: Durch das Parken auf der spitzen Bordsteinkante kann der Unterbau der Reifen Schaden nehmen. Wer dann auch noch mit dem Reifen auf der Bordsteinkante hin und her fährt, macht es noch schlimmer. Die Folge: Der Reifen trägt einen dauerhaften Schaden davon und kann an Luft verlieren. Daher gilt: Besser noch einmal nachrangieren und sauber einparken.

2. Fehler: Unnötig viele Kurzstrecken fahren

Egal ob zum Supermarkt um die Ecke oder zum Fitnessstudio drei Straßen weiter - Kurzstrecken sind für Motoren Gift. Die kurze Distanz reicht nicht aus, um den Motor richtig auf Temperatur zu bringen. Infolge können sich im Motoröl Wasser, das nicht verdunstet, und Kraftstoffrückstände ansammeln, die dazu führen, dass sich die Reibung erhöht. Das wiederum erhöht den Motorverschleiß auf Dauer enorm. Noch schlimmer wird dieser Effekt im Winter, wenn die Außentemperaturen bereits um den Gefrierpunkt oder darunter liegen.

3. Fehler: Kaltstart mit hoher Drehzahl

Wer in Eile ist, den Motor startet und gleich voll auf das Gaspedal steigt, tut seinem Motor keinen Gefallen. Ein Motor benötigt erst einige Zeit, um warm zu laufen und damit auch das Öl zu erhitzen - in diesem Zeitraum sollte man hohe Drehzahlen unbedingt vermeiden. Wer den kalten Motor aber direkt "hochjubelt", riskiert langfristig im schlimmsten Fall einen Motorschaden.

4. Fehler: Unnötig Gummi lassen

Auch wenn es noch so viel Spaß macht, an der Ampel loszudüsen und möglichst spät zu bremsen: Ihre Reifen können auf solche Manöver verzichten. Wer stark beschleunigt und stark bremst, erhöht den Gummiabrieb an den Reifen. Die Folge: Die teuren Pneus müssen früher ersetzt werden und das ist nicht billig. Erhöhter Verschleiß tritt übrigens auch bei hohen Kurvengeschwindigkeiten auf - also Tempo anpassen, Fuß vom Gas und besser vorausschauend fahren.

5. Fehler: Kupplung schleifen lassen

Eine beliebte Angewohnheit von vielen Autofahrern: Ob vor oder in Kurven, im Stop-and-go-Verkehr oder beim Ein- und Ausparken – wer permanent die Kupplung schleifen lässt und sei es nur ein leichter Druck auf das Kupplungspedal, beschleunigt den Verschleiß der Kupplungsbeläge. Daher gilt: Erst kuppeln und dann runter vom Pedal.

6. Fehler: Die Gänge hart wechseln

Das Getriebe ist empfindlicher als viele Autofahrer denken. Wer die Gänge beim Schalten deshalb hart "reinhaut" erhöht den Verschleiß erheblich. Gleiches gilt für unsaubere und frühzeitige Gangwechsel oder ein nicht komplett durchgetretenes Kupplungspedal. Dann "schreit" das Getriebe nicht nur auf, Sie können förmlich spüren, wie sich die empfindlichen Zahnräder und Scheiben im Getriebe abnutzen.

7. Fehler: Ständiges Treten der Bremse

Ähnlich der schleifenden Kupplung verhält es sich auch mit einer dauerhaft getretenen Bremse. Wer beim Ein- und Ausparken lange auf der Bremse steht, erhöht das Verschleiß-Risiko bei Lenkung, Reifen und an der Vorderachse, weil der Kraftaufwand auf alle Teile wesentlich höher ist. Noch größer wird der Verschleiß, wenn Sie auf langen Bergabfahrten oder Gefällen permanent die Bremse treten. Dadurch steigt die Temperatur der Bremsscheiben enorm stark an, was im schlimmsten Fall zu einem erheblichen Bremskraftverlust führen kann. Nutzen Sie hier besser die Motorbremse und schalten Sie zur Temporeduzierung einen Gang runter.  © 1&1 Mail & Media / CF