Der Alfa Romeo Mito ist einer der seltensten Kleinwagen auf deutschen Straßen, wenngleich er einige Finessen bietet. Bis Anfang 2019 wird der Mito noch verkauft, dann stellt die Konzernmutter das Modell ein. Alfa will sich auf größere Autos konzentrieren.

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Das Ende des Alfa Romeo Mito ist beschlossene Sache, wie die Markenchefin Roberta Zerbi dem britischen Magazin Autocar im Interview bestätigte: "Der Mito ist ein Dreitürer, und die Kunden kaufen mehr und mehr Fünftürer."

Anfang 2019 wird Alfa Romeo wohl den Verkauf des Kleinwagens einstellen.

Kleinwagen sind bei Alfa nicht mehr vorgesehen

Dessen Ende zeichnete sich schon etwas länger ab. Anfang Juni hatte Alfa seine Modellstrategie für die kommenden Jahre vorgestellt. Ein Kleinwagen war dabei ab 2022 nicht mehr vorgesehen. Stattdessen planen die Italiener die Einführung zweier neuer SUVs und zweier neuer Sportwagen unter den etablierten Namen 8c und GTV.

Die bisherige Zielgruppe des Mito soll sich zukünftig für die Alfa Romeo Giulia oder ein kommendes, kleines SUV begeistern: "Dieses Modell wird uns ermöglichen, eine größere und jüngere Zielgruppe im Alter von 30 bis 40 Jahren anzusprechen."

Mito konnte nicht punkten

Eigentlich hatte schon der Mito eine junge Zielgruppe ansprechen sollen. Zumindest in Deutschland klappte das immer schlechter. Nachdem vom Mito 2009 immerhin 7.674 Exemplare verkauft wurden, schrumpften die Verkäufe bis 2015 auf unter 500.

Dabei hat der Alfa Romeo Mito einige Besonderheiten vorzuweisen. Ungewöhnlich groß ist die Bandbreite der Motorisierungen. Ebenso wie der Fiat 500 ist der Mito mit einem Zweizylindermotor erhältlich – eine Rarität bei heutigen Automobilen. Mit 84 oder gar 105 PS ist der nur 0,9 Liter große Motor erstaunlich kräftig.

Motorisierungen bis 170 PS

Richtig sportlich wird es mit den stärksten Versionen des 1,4 Liter großen Vierzylinders. Diese Aggregate mobilisieren bis zu 170 PS und verhelfen dem Kleinwagen zu Geschwindigkeiten bis 219 km/h.

Die "Multi Air" genannten Versionen des Mito besitzen als technische Besonderheit eine hydraulische Ventilsteuerung. Das ermöglicht die gezielte Steuerung jedes einzelnen Ventils, um mehr Leistung und weniger Verbrauch zu erzielen. Ein Doppelkupplungsgetriebe ist seit 2010 ebenfalls als Option erhältlich. Die Verkäufe konnten diese Finessen offenbar nicht ausreichend beflügeln.  © 1&1 Mail & Media / CF