Um ihre Kinder in den Kindergarten zu bringen, setzen viele Eltern auf Fahrrad und Anhänger. Bei sogenannten E-Bikes gelten hier allerdings Sonderregeln.

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Wenn Eltern ihre Kinder im Fahrradanhänger in die Kita bringen, bleibt so manche anstrengende Tour auf dem Drahtesel nicht aus. Ein Pedelec kann da Abhilfe leisten – allerdings nicht jedes. Laut des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) sind hier lediglich einfache Elektrofahrräder erlaubt, um Kinder in einem dafür eingerichtetem Anhänger zu transportieren.

Tempo bis maximal 25 km/h

Diese Elektrofahrräder unterstützen bis zu einem Tempo von 25 km/h beim Treten. Nur dann gelten sie vor dem Gesetz noch als Fahrräder und benötigen unter anderem keine Versicherung und keinen Führerschein.

Anhänger für Kinder müssen europaweit über die "DIN EN 15918 Norm" verfügen. Diese reiche allerdings nicht aus, um in Deutschland das GS-Siegel zu erhalten. "Wer also ganz sicher sein möchte, sollte auf die DIN-Norm und das GS-Siegel achten", rät der DVR.

Achtung bei E-Bikes und S-Pedelecs

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Elektrofahrräder oft irreführend als E-Bikes bezeichnet. Per Definition ist ein E-Bike aber eigentlich ein elektrisches Kleinkraftrad mit Gasgriff, das völlig ohne zu treten bis zu 25 km/h schnell werden kann.

Hier sind Kinderanhänger genauso verboten wie an sogenannten S-Pedelecs. Diese schnellen Pedelecs funktionieren wie die normalen, werden aber bis zu 45 km/h schnell und gelten ebenfalls als Kleinkraftrad. Auch dafür sind Führerschein, Versicherung und Helm erforderlich. (dpa/tmn/eee)

Die Grünen diskutieren Ausnahmen für Elektroautos beim Tempolimit

In der Debatte über ein generelles Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen denken die Grünen offenbar über Sonderregelungen nach. Denkbar wären beispielsweise Ausnahmen für Elektroautos, die dann nicht an ein etwaiges Tempolimit gebunden wären. Widerstand gibt es aber auch aus den eigenen Reihen.