Es ist ein Bereich, in dem viele Autofahrer die Regeln nicht einhalten - oder gar nicht erst kennen: Schutzstreifen für Fahrradfahrer. Häufig passiert es, dass Autofahrer hier die Zonen schneiden oder sogar anhalten.

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Man sieht es im täglichen Verkehr immer wieder: Autofahrer, die mit ihrem Wagen auf Fahrrad-Schutzstreifen halten oder dort sogar parken. Ist das überhaupt erlaubt?

Nein. Seit dem Inkrafttreten der neuen Regeln in der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) Ende April gilt ein generelles Halteverbot auf den Schutzstreifen. Zuvor war es erlaubt, bis zu drei Minuten auf den aufgemalten Radwegen zu halten. Das wird ab sofort bestraft:

  • 55 Euro Bußgeld - in schweren Fällen sogar bis 100 Euro
  • ein Punkt in Flensburg

Radfahrer darf nicht gefährdet werden

Kurzes Fahren auf dem Schutzstreifen hingegen ist in sehr eingeschränktem Maß möglich. "Wer ein Kraftfahrzeug führt, darf auf der Fahrbahn den Schutzstreifen für den Radverkehr nur bei Bedarf überfahren, insbesondere um dem Gegenverkehr auszuweichen", sagt Andreas Schmidt, Leiter Fahrerlaubniswesen bei der Prüf-Organisation Dekra. Vorausgesetzt, der Radverkehr wird dabei nicht gefährdet.

Was ist ein Schutzstreifen?

Grundsätzlich sind Schutzstreifen für Radler - anders als ausgewiesene Radwege - nicht baulich von Fahrbahn und Gehweg getrennt. In der Regel werden sie auf der Fahrbahn durch weiße unterbrochene Linien und in regelmäßigen Abständen durch ein weißes Piktogramm eines Fahrrads gekennzeichnet. (af/dpa)

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