Zum Marktstart vor gerade einmal knapp eineinhalb Jahren musste der erste Ford KA+ in vielen Bereichen gewissermaßen die alte Technik seiner Konzernbrüder auftragen. Mit dem Facelift hat das ein Ende. Ford holt den Budget-Kleinwagen nun auch in technischer Hinsicht endlich ins Hier und Jetzt.

Optisch kam der KA+ zwar von Beginn an zeitgemäß daher, trotzdem haben die Kölner hier im Zuge des Facelifts noch einmal Hand angelegt. Direkt ins Auge springen der neu gestaltete trapezförmige Kühlergrill und die aufgefrischten Schürzen. Hinzu kommen kleinere Retuschen im Bereich der Scheinwerfer. Außerdem hält unter anderem das Multimediasystem Ford SYNC 3 Einzug, um Kommunikation und Unterhaltung für Fahrer und Passagiere zu verbessern.

Modernere Technik und neue Motoren

Die weitaus bedeutenderen Veränderungen finden sich aber unter dem gestrafften Blechkleid. So hält der neue Dreizylinder mit 1,2 Liter Hubraum im KA+ Einzug. Er ersetzt den überholten Vierzylinder, der seine Leistung ebenfalls aus 1,2 Litern schöpft. Neben einer höheren Effizienz soll die neue Benziner-Generation auch ein wenig mehr Drehmoment bereitstellen. Ford gibt hier eine Größenordnung von zehn Prozent an.

Vor allem aber soll das Facelift dank des neuen Aggregats einen besseren Durchzug im mittleren Bereich des Drehzahlbands erhalten, obwohl die Leistung je nach Ausbaustufe unverändert bei 70 beziehungsweise 85 PS bleibt.

Erstmals bietet Ford zudem einen Selbstzünder für den KA+ an. Der Turbodiesel holt aus 1,5 Litern Hubraum 95 PS und immerhin 215 Newtonmeter maximales Drehmoment. Insbesondere Letzteres sollte angesichts der überschaubaren Masse souveränes Mitschwimmen im Stadtverkehr gewährleisten. Interessantes Detail: Der TDCi ist mit einem speziellen Energierückgewinnungssystem ausgestattet, das die Batterie in besonders günstigen Situationen lädt, etwa während eines Bremsvorgangs.

Ford KA+ Active mit Crossover-Ansätzen bereichert die Familie

Ford hat sich im Zuge des kleinen Modellwechsels übrigens nicht auf Retuschen und Modernisierungen beim "normalen" KA+ beschränkt, sondern dem Zwerg auch gleich ein neues Schwestermodell an die Seite gestellt. Und der KA+ Active lässt schon auf den ersten Blick keine Zweifel daran, wer seine Vorbilder sind. Rund herum lässt er Anleihen von größeren SUV- und Crossover-Modellen erkennen, die ihm im direkten Vergleich mit dem KA+ fast schon einen bulligen Auftritt verschaffen.

So wartet der KA+ Active beispielsweise mit deutlich abgesetzter Beplankung rund um die Radhäuser und entlang der Seitenschweller, einem angedeuteten Unterfahrschutz an der Front sowie einer größeren Bodenfreiheit auf.

Der Grundpreis bleibt unangetastet

Nähere Informationen zum Marktstart und einen noch genaueren Blick auf KA+ und KA+ Active gibt es aller Voraussicht nach im Rahmen des Genfer Autosalons Anfang März. Gesichert scheint aber zumindest schon der Grundpreis: Ford belässt es auch nach dem Facelift beim Einstiegskurs von 9.990 Euro.  © 1&1 Mail & Media / CF