US-Autobauer General Motors bezieht im Jahr 2025 ein neues Hauptquartier. GM verlegt den Firmensitz in den neuen Hudson Detroit-Komplex und gibt dazu seinen legendären Standort im Renaissance Center auf.

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Neue Arbeitswelten, weniger Bürobedarf

Nötig macht den Umzug die sich verändernde Arbeitswelt. GM geht davon aus, dass künftig rund 80 Prozent der Belegschaft einen hybriden Arbeitsplatz haben werden und entsprechend viel von zu Hause arbeiten. Das würde für das Renaissance Center viel Leerstand bedeuten. Zudem hat GM bereits einen Großteil der Belegschaft, darunter Produktentwickler und Techniker, im modernisierten Technikzentrum im Warren nördlich von Detroit gebündelt. Derzeit sind im Renaissance Center nur knapp 1,5 der sieben verfügbaren Gebäude ausgelastet.

GM bleibt aber weiterhin Eigentümer des sogenannten RenCen, das mit der Ansammlung von Hochhaustürmen die Skyline von Detroit dominiert. In Zusammenarbeit mit dem Immobilienunternehmen Bedrock, der Stadt Detroit und Wayne County soll das Renaissance Center umgestaltet und so neu belebt werden.

Teil der Detroit-Wiederbelebung

Die GM-Zentrale zieht in den neuen, von Bedrock projektierten Hudson-Komplex in der Innenstadt von Detroit. Der Hudson-Komplex entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Kaufhauses J.L. Hudson und liegt an der Woodward Avenue, wo GM 1911 seinen ersten Hauptsitz errichtete. Für den Autobauer ist es also eine Rückkehr an seine Wurzeln.

GM wird im Hudson-Komplex mit einem Mietvertrag über zunächst 15 Jahre die obersten Büroetagen sowie Flächen auf Straßenebene zur Präsentation seiner Fahrzeuge und für öffentliche Aktivitäten beziehen. Die weiteren Flächen im Hudson-Komplex, der aus zwei Gebäuden, einem 12-stöckigen Bürogebäude und einem 45-stöckigen Hotel- und Wohn-Eigentumswohnungsturm mit atemberaubendem Blick auf die Motor City besteht – werden von Einzelhandelsgeschäften im Erdgeschoss, einem 5-Sterne-Hotel, einer Bar auf dem Dach, einem öffentlichen Platz, Parkplätzen und große Veranstaltungsflächen belegt.

GM, das seit über 100 Jahren fest mit der Metropole am Eriesee verbunden ist, stärkt mit seinem Umzug die Wiederbelebung der Detroiter Innenstadt.

Historische Stätten

Das ursprüngliche Hudson's-Kaufhaus, das dem neuen Projekt seinen Namen gab, war einst als "Big Store" bekannt und war zeitweise das zweitgrößte Kaufhaus der Welt. Es schloss seine Türen im Jahr 1983.

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Das Renaissance Center wurde von Henry Ford II. erbaut, der in den 1970er-Jahren eine Koalition bildete, die mit der Wiederbelebung der Innenstadt von Detroit begann. GM kaufte das Gelände 1996 im Rahmen der Umgestaltung des Detroiter Flussufers und investierte seither mehr als 1 Milliarde US-Dollar in diese Bemühungen. Das Flussufer lockt jedes Jahr 3,5 Millionen Besucher an.  © auto motor und sport

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