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Mängelriesen und Fehlerzwerge: So schneiden Gebrauchte beim TÜV-Report 2018 ab

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Wieder einmal zeigt der TÜV-Report, welche Gebrauchtwagen kaum fehleranfällig sind, und welche Modelle geradezu ständig in der Werkstatt stehen. Auch in diesem Jahr schaffen es wieder die üblichen Verdächtigen auf die Liste . Doch einige Fahrzeuge überraschten auch - positiv wie negativ. © 1&1 Mail & Media / CF

Wieder einmal zeigt der TÜV-Report, welche Gebrauchtwagen kaum fehleranfällig sind, und welche Modelle geradezu ständig in der Werkstatt stehen. Der Kia Sportage gehört leider zu letztgenannter Gruppe: Schon 11,5 Prozent erhebliche Mängel notiert der TÜV bei dem Kompakt-SUV mit durchschnittlich 43.000 km Laufleistung. Und das bereits, wenn es zum ersten Mal zur Hauptuntersuchung muss.
Kaum besser kommt der Chevrolet Captiva weg. Er kommt auf eine Mängelquote von immerhin 11 Prozent und fährt damit auch weit hinten in der Klasse der zwei bis drei Jahre alten Gebrauchten.
Bei den fünf Jahre alten Fahrzeugen belegt der Peugeot 206 den hintersten Rang der ungeliebten Verliererliste. Die Mängelquote des kompakten Franzosen beträgt stolze 20,6 Prozent.
Bei den bis zu sieben Jahre alten Farhzeugen markiert der Chevrolet Aveo das Schlusslicht mit einer knackigen Mängelquote von 29,3 Prozent.
Bei den elfjährigen Kandidaten fährt der Ford Galaxy auf den letzten Platz. Mängelquote: 36,9 Prozent.
Gleich dahinter folgt ein weiteres Modell der Kölner: Der Ford Ka teilt sich mit dem Galaxy den letzten Platz (Mängelquote: 36,9 Prozent).
Der Dacia Logan kommt zwar auf einen unschlagbar günstigen Anschaffungspreis, bei der zweiten Hauptuntersuchung fallen allerdings schon einige Arbeiten an. Egal in welcher Altersklasse: Der Logan ist im TÜV-Report immer auf den hinteren Rängen.
Ab einem Fahrzeugalter von fünf Jahren landet der Kangoo in vier Altersklassen bei den Mängelriesen. Die Mängelquote geht von 17,8 bis 34 Prozent.
Viel Licht gibt es dagegen beim Mercedes-Benz SLK: Unter den zwei- bis dreijährigen Gebrauchten ist der schwäbische Roadster mit einer Mängelquote von 2,0 Prozent der klare Sieger.
Wenig Kritik auch bei der Mercedes-Benz B-Klasse: Eine Mängelquote von 3,9 Prozent bei den bis zu fünf Jahre alten Modellen ist ein Top-Wert.
Solide Technik auch aus Zuffenhausen: Der Porsche 911 Carrera (997): In den drei Altersklassen zwischen sieben und elf Jahren belegt der Sportwagen den ersten Platz. Die Mängelquoten bewegen sich hier zwischen 6,5 (sieben Jahre) und 12,2 Prozent (elf Jahre).
Leicht positive Entwicklungen gibt es in der Gesamtbetrachtung im Vergleich zum Vorjahr: Bei 66,1% der Hauptuntersuchungen gab es keine Beanstandungen. 2016 waren nur 63,7% der Autos fehlerfrei.
Mangelhafte Bremsen, Probleme am Fahrwerk, Ölverlust und schadhafte Auspuffanlagen waren weiterhin für die meisten Beanstandungen verantwortlich. Auch besonders oft genannt: defekte Beleuchtungen.
Interessant: Ab diesem Jahr notiert der TÜV einen "erheblichen Mangel", wenn das Fahrzeug über eine veraltete Motorsoftware verfügt. Innerhalb von vier Wochen muss das Update nachgeholt werden.
Auch wenn der TÜV-Report einen guten Einblick in die Qualität von Fahrzeugen gibt, kann er nie die ganze Wahrheit abbilden. Je nach Behandlung der Fahrzeuge durch den Besitzer oder den Einsatzzweck des Pkw wird die Darstellung regelmäßig verzerrt.
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