Mit dem BP23 bringt McLaren seinen bisher schnellsten Sportwagen auf die Straße: So soll der „Hyper-GT“ 391 km/h erreichen. In seiner dreisitzigen Auslegung lehnt er sich stark an den legendären McLaren F1 an – kommt aber mit Hybridantrieb.

Auf dem Genfer Autosalon hat McLaren bestätigt, dass der kommende Hyper-GT stolze 391 km/h erreichen und damit den bisher schnellsten Sportwagen der Marke, den legendären McLaren F1 von 1993, um fünf km/h übertreffen soll. Wie der F1 ist der Hyper-GT ein Dreisitzer und wird in einer Kleinserie von nur 106 Exemplaren umgesetzt.

Performance und Komfort im Einklang

Laut McLaren wird der Hyper-GT nicht nur das schnellste, sondern auch das luxuriöseste bisher von den Briten gebaute Fahrzeug – der „ultimative straßenzugelassene McLaren“, laut Ankündigung. Hersteller des „BP23“, so die Werksbezeichnung, wird „McLaren Special Operations“ (MSO), der McLaren-Partner für Kleinserien und Veredelungen.

Der Antrieb des Hyper-GT basiert auf dem vier Liter großen V8-Motor der Briten mit mindestens 720 PS. Er ist hier als Hybrid ausgelegt und erfährt so zusätzliche Verstärkung. Zur Leistung der E-Komponenten macht McLaren bisher jedoch keine Angaben.

Adaptives Fahrwerk für jede Situation

Wie der F1 ist der Hyper-GT ein Dreisitzer, bei dem der Fahrer zentral Platz nimmt. Diese Anordnung soll an das Fahrercockpit eines Formel-1-Rennwagens erinnern. Für diese Konstruktion schneidert McLaren ein angepasstes Carbon-Monocoque – der Vorgänger F1 war der erste Serienwagen überhaupt, der mit einer solchen Carbonbasis hergestellt wurde. Auch der auffällige Lufteinlass auf dem Dach soll beim neuen Modell zu finden sein.

Das Fahrwerk erhält adaptive Dämpfer, die sich auf verschiedene Fahrsituationen einstellen lassen, vom bequemen Cruisen bis zum straffen Setup für die Rennstrecke. Dazu gehört auch die Option zur Absenkung der Karosserie zur Optimierung der Aerodynamik bei hohen Geschwindigkeiten.

Preise weit jenseits der Million

Der Einstieg erfolgt beim Hyper-GT wie bei anderen Autos der Marke über Flügeltüren. Erstmals bei einem McLaren erfolgt das Öffnen und Schließen mit Unterstützung durch Elektromotoren.

Wie der F1 wird der Hyper-GT in einer Kleinserie von exakt 106 Fahrzeugen hergestellt. Käufer können sich die Anordnung der Bedienelemente entsprechend ihrer Wünsche individualisieren lassen. Für eine Bestellung ist es indes schon zu spät: Die 106 Fahrzeuge, die ab 2019 zu Preisen ab 1,86 Mio. Euro ausgeliefert werden, sind bereits vergeben.  © 1&1 Mail & Media / CF